Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
07.03.2026

EU-Kommission distanziert sich von Selenskyj – ein bißchen

lostineu.eu, vom 6. März 2026

Nach der kaum verhüllten Morddrohung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj gegen den ungarischen Regierungschef Orban geht die EU-Kommission auf Distanz. “Diese Art der Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben”, sagte ein Sprecher der von der Leyen-Behörde. “Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen”, fügte der Sprecher hinzu. Selenskyj hatte damit gedroht, ukrainische Soldaten nach Budapest zu schicken, falls Orban seine Blockade eines für Kiew bestimmten EU-Kredits aufrecht erhält. Für ein Ende der Blockade tritt allerdings auch Brüssel ein. Und für Selenskyjs Weigerung, die Druschba-Pipeline zu reparieren, durch die Öl aus Russland nach Ungarn fließt, hat die EU auch größtes Verständnis…

Siehe auch Krieg um die Ukraine: Selenskyj droht Orban mit Militäreinsatz

Mehr entdecken

Europäische Geschichte

EU-Recht Online-Seminare

Newsletter-Dienstleistung

EU-Politik Newsletter

Politische Satire Bücher

6 Comments

  1. Ulla
    7. März 2026 @ 10:49

    @Erneuerung
    100% Zustimmung zu Ihrem
    Kommentar

Antworten

  • Erneuerung
    7. März 2026 @ 09:23

    Ich distanziere mich von dieser EU, und zwar ganz. Es ist nicht mehr meine EU, sondern eine EU der Massenmörder, alle Verstöße gegen die Charta der UN werden ausdrücklich unterstützt, mit hahnebüchenen Begründungen. Ich kann das nicht mehr als “meinen” Überbau anerkennen, ohne an Gewissensbrüchen zu zerbrechen. Meine Hoffnung richtet sich allein auf ein Ende dieser Bevormundung und Tatsachenverdrehung durch diese EU.

    Antworten

    • Niko
      7. März 2026 @ 10:23

      Dem kann ich nur zustimmen. Ergänzend nennen möchte ich Merz, Wadephul und Co., die ein wenig verschwurbelt, im Endeffekt die gleiche Einstellung haben. Die CDU sollte ehrlicherweise das C und das U aus ihrem Parteinamen streichen, die SPD das S. Für mich wird die uneingeschränkte Einhaltung der internationalen Rechte zum absoluten Wahlprüfstein.
      Mit großem Bedauern nehme ich die halbgare Haltung der Kirchen zu den großen Menschenrechts- und Völkerrechtsbrüchen zur Kenntnis. Auch die ungeheure Wende der Grünen von einer Friedenspartei zu einer kriegsbesoffenen Partei mit Schaum vor dem Mund kann und will ich nicht verstehen. Sind wir schon wieder bereit für die nächste große allumfassende Katastrophe alles in Scherben zu legen?

      Antworten

  • Michael
    7. März 2026 @ 08:34

    … und wieder einmal offenbart Selenskyj seinen wahren Charakter! Er ist durch und durch getrieben von gewalttätiger, krimineller Energie!

    Antworten

  • Guido B.
    7. März 2026 @ 06:56

    Die EU liebt Selenski und hasst Orban. Selenski und die EU sind Komplizen. Sie wollen Orban loswerden. Es wäre natürlich besser, wenn es wie ein Unfall oder eine Wahlniederlage aussieht.

    Antworten

  • KK
    7. März 2026 @ 00:43

    Drohungen darf es nicht geben, Taten aber schon? Oder wie ist das zu verstehen?



  • Info: https://lostineu.eu/eu-kommission-distanziert-sich-von-selenskyj-ein-bisschen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Zwischen Flächenbrand und Weltwirtschaftskrise


    lostineu.eu, vom 6. März 2026

    Mit dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Iran haben Israel und die USA eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst. Nun droht ein Flächenbrand und eine Weltwirtschaftskrise. In EUropa könnte es besonders schlimm werden – wenn Putin den Gashahn zudreht.

    Was zunächst wie ein gezielter und begrenzter “Enthauptungsschlag” gegen das Mullah-Regime aussah, hat sich in nur einer Woche zu einem Krieg ohne Grenzen ausgeweitet. Auch die Wirtschaft ist betroffen – weit über den Nahen Osten und den Golf hinaus.

    Israel ist mittlerweile im Libanon einmarschiert, die Hauptstadt Beirut wird bombardiert. Die USA haben den Konflikt auf den Irak ausgeweitet, wo sie die Kurden für ihre Zwecke einspannen wollen. Iran wehrt sich mit Gegenschlägen, die die ganze Region treffen.

    “Von Zypern bis Baku – der Flächenbrand ist da”, heißt es bei “telepolis”. Wie der US-Thinktank Atlantic Council analysiert, breitet sich der Konflikt wie ein Lauffeuer aus. Selbst Sri Lanka ist nicht mehr sicher – dort haben die USA ein iranisches Schiff versenkt.

    Es handelt sich offenbar um ein Kriegsverbrechen, denn von dem Schiff ging keine Gefahr aus. Doch anders als im Ukrainekrieg wird es im ehemaligen “Wertewesten” mit einem Achselzucken quittiert – genau wie die Bombardierung von Schulen und Krankenhäusern.

    USA lockern Russland-Sanktionen

    Die iranische Blockade der Straße von Hormus hat die Weltmärkte erschüttert und einen neuen Ölpreisschock provoziert. Katar stoppt Erdgas-Exporte und warnt vor monatelangen Ausfällen.

    Die Lage ist so ernst, daß sich die Trump-Administration gezwungen sah, ihre Sanktionen gegen Russland zu lockern. Indischen Raffinerieunternehmen soll erlaubt werden, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen.

    Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Bessent auf X mit. Im Kreml dürfte man sich die Hände reiben!

    Der Iran-Krieg berge das Risiko einer “weltweiten Wirtschaftskrise”, meint die – umstrittene – US-Expertin S. Navidi. Sie könnte Deutschland in die Rezession stürzen, die Inflation anheizen und den Euro unter Druck bringen.

    Putin könnte sich an der EU rächen

    Doch die EU wiegelt ab. Weder bei der Gas- noch bei der Ölversorgung zeichne sich eine Krise ab, heißt es in Brüssel. Man mache sich keine Sorgen um den Euro, verkündet die Zentralbank in Frankfurt.

    Man darf gespannt sein, wie lange diese optimistischen Prognosen halten. Spätestens, wenn Kremlchef Putin der EU den Öl- und Gashahn zudreht, wird es ernst. Angedroht hat er es schon – für EUropa wäre das der Super-GAU…

    Daß es überhaupt so weit kommen könnte, hat sich die EU selbst zuzuschreiben. Mit ihrem idiotischen Verbot für russische Energieimporte hat sie sich von den USA und von Katar abhängig gemacht.

    Und zu allem Überfluss hat sie den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran auch noch gerechtfertigt. Dabei hat die EUropäer niemand gefragt. Kanzler Merz und Frau von der Leyen hätten besser geschwiegen…

    Mehr zu Iran hier

    9 Comments

    1. Helmut Höft
      7. März 2026 @ 09:42

      Rantbemerkung(!)

      Ärgerlich!
      “Alles amazon oder was?” Gibt’s Bücher nur dort? Oder geht’s auch “ein Klick weiter”? https://www.herder.de/geschichte-politik/shop/p4/94184-trump-putin-und-die-vereinigten-staaten-von-europa-gebundene-ausgabe/

      Man ärgert sich zu Recht über die “Plattformen” die Gesellschaften ruinieren und Innenstädte atomisieren … und nimmt doch fleißig teil an diesen Umtrieben und befördert sie so! Und dann noch Äcks und WhottsÄpp (geht ja nicht anders, da sind ja alle … ich habe bisher ohne diesen Schoiß überlebt und gedenke das fürderhin zu tun)! Warum ist das so? Herdentrieb? Alles Lemminge oder was! * grrrh *

      Höchst ärgerlich!

      Email an den Buchhändler meines Vertrauens (vor Ort), am nächsten Tag ist das Buch im Briefkasten, Rechnung bezahlen, fertig. Nix Amazon! Never ever!!

    Antworten

  • umbhaki
    6. März 2026 @ 22:36

    Zu meinem großen Erstaunen habe ich heute Abend im deutschen Buntfernsehen einen durchaus kritischen Blick auf das Geschehen in Westasien wahrgenommen:
    Im WDR-Fernsehen („Aktuelle Stunde“) kam Daniel Gerlach zu Wort, ein ausnahmsweise einmal WIRKLICHER Nahost-Experte (nicht so einer aus den üblichen ÖR-Redaktionen, sondern Chefredakteur der Zeitschrift »zenith«).

    Was der so zu der Sachlage mitzuteilen hatte, ist erwähnenswert. Dabei gehört der Mann nicht zu den einschlägigen Immer-alles-besser-gewusst-Habenden. Der hat einfach nur Ahnung.

    Wie gesagt, ich bin bass erstaunt, so etwas im glattgebügelten WDR vorzufinden.

    Wer es hören (und sehen) mag: Ab min 11:49
    https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-stunde/aktuelle-stunde-oder-06-03-2026/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjE2Y2UwY2EtZmRhYi00OTNmLWFjYjAtODc2ZDRlOGE5MmJi

    Antworten

    • ebo
      6. März 2026 @ 22:49

      Danke für den Hinweis!

      Antworten

    • KK
      7. März 2026 @ 00:41

      Yup… endlich mal Klartext im ÖRR.
      Ob mal wieder Medienwerkstatt im WDR ist, wo Schüler das Programm machen statt der üblichen Redaktionen?

      Antworten

    • hutaekjango
      7. März 2026 @ 08:11

      Wehe, wenn die Cowboys sich im eigenen Lasso – früher als gedacht – verfangen.:-(

      Antworten

  • Reykjavik
    6. März 2026 @ 20:46

    Der größte Witz des 21. Jahrhunderts bisher: der von den EU-Superhirnen stillschweigend unterstützte Iran-Krieg macht “Putin” nun noch reicher, schleudert dafür die EU blitzschnell in eine in der Tat existenziell bedrohliche Energiekrise. Voila… Man sage noch, dass Frauen schlechter performen, als Männer! Die zwei Intelligenzbestien an der Spitze haben die EU schneller runtergerockt, als irgendein Feind der EU es jemals hätte tun können. Bravo…

    Antworten

  • Guido B.
    6. März 2026 @ 18:41

    Hauptsache, das “Reich des Bösen” hat einen Verbündeten weniger (Kallas)!

    Völkerrechtsbrüche? Was solls.
    Massaker an Zivilisten? Wenns der Sache dient …
    Kindermassenmorde? Kollateralschaden.
    Entführung und Liquidierung von Staatsoberhäuptern? Sind dabei.
    Chaos im Nahen Osten? Solange wir an die Ölquellen kommen ..
    Flüchtlingskrise? Wir schaffen das.
    Wiederaufflammen des Terrorismus in Europa? Alles unter Kontrolle.
    Wirtschaftswachstum im Arsch? Für die Armen gibt es Suppen.
    Provokation eines Atomkriegs? Wird schon nicht so schlimm werden.

    Und mitten drin: ein ungeliebter despotischer deutscher Bundeskanzler und eine ungeliebte despotische deutsche EU-Kommissionspräsidentin, die von einer transatlantischen Weltherrschaft träumen.

    Was kann schon schiefgehen?

    Antworten

    • KK
      6. März 2026 @ 22:52

      “Für die Armen gibt es Suppen.”
      Wo? Immer mehr Tafeln haben Aufnahmesperre!

      Antworten

  • KK
    6. März 2026 @ 18:40

    Nun gebt Trump endlich diesen verf***en Friedensnobelpreis… bevor er die ganze Welt in den Orkus schiesst!


  • Info: https://lostineu.eu/angriff-auf-iran-zwischen-flaechenbrand-und-weltwirtschaftskrise/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    USA, Iran und die Europäer: Ruttes schmutzige Geheimnisse


    lostineu.eu, 6. März 2026

    Bisher ist Nato-Generalsekretär Rutte vor allem durch seine Vasallentreue zu US-Präsident Trump aufgefallen. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit schmiert er seinem “Daddy” niederländischen Honig um den Bart. Doch nun hat er sich in Rage geredet und ein paar unbequeme Wahrheiten ausgeplaudert.

    Die Nato sei nicht nur ein Militärbündnis, sondern auch eine “Plattform”, mit deren Hilfe die USA ihre Macht in die Welt projizieren können, sagte Rutte. Damit bestätigt er alle Kritik der Nato, die in der Nato seit jeher ein Instrument des US-Imperialismus sehen!

    In den US-Krieg gegen Iran ist das Atlantische Bündnis zwar (noch) nicht direkt involviert – doch auch hier hat Rutte ein schmutziges Geheimnis verraten: Fast alle europäischen Alliierten täten ihr Möglichstes, um den amerikanischen Angriff zu erleichtern.

    Gemeint sind vermutlich vor allem die Militärbasen, die die Amis freundlicherweise für die Vorbereitung des Krieges nutzen durften. Indirekt sind die EUropäer also doch beteiligt – in erster Linie natürlich Deutschland, das mit Ramstein das Drehkreuz für alle US-Kriege bereitstellt…

    Zuletzt hat auch auch sogar Frankreich einige Basen für die USA geöffnet – dabei will sich Präsident Macron doch angeblich aus dem Krieg der “unverzichtbaren” Nato-Führungsmacht heraushalten…

    Mehr zum Krieg gegen Iran hier

    NATO Secretary Mark Rutte: "The commander in chief, the leader of the free world, President Donald J Trump — I really commend what is happening here." pic.twitter.com/LnXFlOzwgB

    — Aaron Rupar (@atrupar) March 2, 2026


    NATO-Generalsekretär Mark Rutte: „Der Oberbefehlshaber, der Führer der freien Welt, Präsident Donald J. Trump – ich begrüße wirklich, was hier geschieht.“ (übersetzt mit DeepL., unkorrigiert)

    7 Comments

    1. Helmut Höft
      7. März 2026 @ 09:11

      Das muss man sich täglich vor Augen führen: Der Zweck der NATO:
      „to keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hastings_Ismay,_1._Baron_Ismay

    Antworten

    • ebo
      7. März 2026 @ 10:31

      Das galt im Kalten Krieg. Heute muß es heißen: “Keep the Europeans out – under German leadership” 🙂

      Antworten

  • Helmut Höft
    7. März 2026 @ 09:03

    USA? NATO? Beste Freunde? * gääähn *

    Antworten

  • palman
    6. März 2026 @ 17:37

    … und der Khasare und Chabad Leader “3M” (Messiah Menachem Mendel) “Schneerson” (1902-1994) hat in “1994” bereits deklariert: – > NATO is Khazaria in Drag < – also “in Verkleidung” !?! – mehr dazu auf “globalresearch.ca.” von Peter Koenig (Ex-Weltbank / Ex-WHO) unter Titel – > Die unauflösliche Verbindung zwischen den Kriegen im Nahen Osten und der Ukraine < (24-11-24) !?! – Titel / Autor in Suchfelder eingeben – Seite läuft in gut “50” Sprachen … 😉

    Antworten

  • Michael
    6. März 2026 @ 14:27

    Rutte ist nichts anderes als ein Handlanger der Verbrecher in Washington der die Vasallen in Europa verrät indem er suggeriert dass Washington die NATO nicht aufgeben wird solange sie, die Vasallen, sich unterwürfig gebärden! Das gefällt Merz & Co. natürlich!

    Antworten

  • Guido B.
    6. März 2026 @ 14:25

    Sehr gut. Die Katze ist aus dem Sack.
    Putin hatte immer recht.
    Wer die NATO als “Bündnis zur Selbstverteidigung” verkauft, ist ein Lügner. Die europäischen Eliten wollen nicht 5% des nationalen BIP in ihre “Selbstverteidigung” investieren, sondern in die Terrorherrschaft des amerikanischen Imperiums.
    Es geht nicht und ging nie um Selbstverteidigung. Es geht und ging immer um die Hegemonie des US-Imperiums, die unipolare Weltordnung, in der die “Golden Billion” über die restliche Erdbevölkerung herrscht.
    Wer die NATO verteidigt, verteidigt die Ideologie der Herrenrasse und ihrer Gewaltherrschaft.
    Putin hatte immer recht.
    Rohstoffreiche Länder müssen dem Willen der Herrenrasse unterworfen werden. Wenn sie sich wehren, werden sie zerstört. Die Herrenrasse duldet keine Partner auf Augenhöhe. Sie duldet nur korrupte Cheerleader oder stumme Sklaven.
    Putin hatte immer recht.
    Wer den Grundstein für diese rassistische Ideologie gelegt hat, kann jeder in den Epstein-Files nachlesen.

    Antworten

  • jjkoeln
    6. März 2026 @ 14:14

    Die NATO als Werkzeug des US-Imperialismus.
    Vor dem 28.2. wäre man für diese Aussage öffentlich gesteinigt worden.

    Jetzt ist es offizielle Linie.

    Kaum zu glauben wie schnell das geht.


  • Info: https://lostineu.eu/usa-iran-und-die-europaeer-ruttes-schmutzige-geheimnisse/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Das Spitalsystem wird kollabieren

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 7. März 2026, 7:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 07.03.2026
    Das Spitalsystem wird kollabierenINFOsperber
    Pressenza
    Fürsorge und Profitstreben passen nicht zusammen. Das wusste ein Nobelpreisträger – aber die Politik ignoriert es. Bernd Hontschik für die Online-Zeitung INFOsperber Das deutsche Gesundheitswesen kommt nicht zur Ruhe. Was heute verkündet wird, ist morgen schon wieder verworfen. Das Chaos…
    Europa, Gesundheit, Meinungen, Politik, Wirtschaft
    Männerdemo gegen Männergewalt: “Natürlich bringen nicht alle Männer Frauen um. Aber was machst du konkret dagegen?”Pressenza Wien
    Pressenza
    Österreich hat seit Jahren eine erschreckend hohe Femizidrate. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs der Männergewalt. In Wien gibt es deswegen am 7. März 2026 erstmals eine Demo von Männern gegen Männergewalt. Wir haben mit dem Veranstalter über…
    Europa, Gender und Feminismen, Menschenrechte
    Die vergessenen 138 Millionen KinderUnsere Zeitung
    Pressenza
    Mitte Februar fand in Marrakesch die 6. Globale Konferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit statt. Während die Weltgemeinschaft dort einen wegweisenden Beschluss fasste, schwiegen Österreichs Leitmedien – und die österreichische Bundesregierung glänzte durch Abwesenheit. Nur die Zivilgesellschaft und die Gewerkschaftsbewegung hielten…
    Europa, International, Kultur und Medien, Menschenrechte
    Gewalt ist niemals die richtige AntwortCombatants for Peace, Palästina/Israel
    Pressenza
    Die palästinensischen und israelischen Mitglieder von Combatants for Peace sind sich einig in ihrer tiefen Besorgnis über die derzeitige militärische Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran. Als gemeinsame Bewegung, die sich der Gewaltfreiheit und der Beendigung der…
    Frieden und Abrüstung, Pressemitteilungen
    Der Vertrag über das Verbot von Atomwaffen braucht einen Bruder!Evelyn Tischer
    Pressenza
    Es gibt recht viele Filme, die den Atomkrieg und seine Folgen zeigen. Einer davon basiert auf Nevil Shutes Buch „On the Beach“ – einem Buch, das Helen Caldicotts Besorgnis über Atomwaffen geweckt hat. Der Film „The Day After“ soll Präsident…
    Frieden und Abrüstung, International, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Von Suez nach Teheran: Der Krieg gegen den Iran und das Zerbrechen der Weltordnung

    michelchossudovsky.substack.com, Mar 05, 2026, Michel Chossudovsky

    Militärische Macht, strategische Abhängigkeit und die Legitimitätskrise im internationalen System (Von Laala Bechetoula)

    [Dieser Artikel von Laala Bechetoula wurde zuerst auf Global Research veröffentlicht. Sie können es hier lesen.]

    Ein Krieg, der die Struktur der globalen Macht offenbart

    Empires brechen bei einem plötzlichen Absturz fast nie zusammen. Sie beginnen mit Kriegen, die sie als notwendig präsentieren.

    Der Krieg, der am 28. Februar 2026 von den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran begonnen wurde, könnte zu jener Kategorie von Ereignissen gehören, die in dem Moment, in dem sie auftreten, nur eine weitere regionale Krise zu sein scheinen - die sich aber rückwärts als Wendepunkte in der Architektur des internationalen Systems offenbart.

    Hinter den Luftangriffen und diplomatischen Kommuniqués steckt eine weitaus größere Frage: die Fähigkeit der heutigen Weltordnung, ihre Kohärenz angesichts der sich beschleunigenden Rivalität zwischen den Großmächten aufrechtzuerhalten.

    Die gezielte Eliminierung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei folgte einer inzwischen klassischen Militärdoktrin: strategische Enthauptung. Die Logik ist einfach - neutralisieren Sie das Entscheidungszentrum eines Regimes, um den schnellen Zerfall seines gesamten politischen und militärischen Apparats auszulösen.

    Aber diese Annahme setzt bereits bestehende institutionelle Zerbrechlichkeit voraus. Der Iran ist weder ein junger Staat noch ein politisch isoliertes Regime. Es ist in ein tiefes historisches und institutionelles Kontinuum eingebettet, das sein politisches System mit der Fähigkeit ausstattet, Schocks zu absorbieren, die in zeitgenössischen Staaten selten beobachtet werden.

    Die Reaktion des Iran – schnell und multidirektional – verwandelte sofort eine bilaterale Konfrontation in eine große regionale Krise. Diese Flugbahn beleuchtet eine tiefere Realität: Das internationale System bleibt von einer Machthierarchie strukturiert, die von der Achse Washington-Tel Aviv dominiert wird, doch diese Struktur erscheint heute spröder als unmittelbar nach dem Kalten Krieg.

    The Gulf: Sicherheitsarchitektur und strategische Verwundbarkeit

    Seit mehreren Jahrzehnten beruht die Sicherheit der Golfmonarchien auf einer einfachen Gleichung: Energieressourcen im Austausch für den amerikanischen Militärschutz. Dieses Modell wurde durch die Installation von US-Militärstützpunkten in der gesamten Region und die schrittweise Integration der Golfwirtschaften in globale Finanzkreisläufe konsolidiert.

    Die Abraham-Abkommen fügten dieser Architektur eine weitere Dimension hinzu, indem sie die Beziehungen zwischen mehreren arabischen Staaten und Israel normalisierten - implizit darauf abzielten, einen strategischen Block aufzubauen, der in der Lage ist, den iranischen Einfluss einzudämmen.

    Der gegenwärtige Krieg hat die Grenzen dieses Systems aufgedeckt. Amerikanische militärische Infrastruktur, Energieanlagen und Finanzzentren am Golf sind jetzt zu direkten strategischen Zielen geworden.

    Durch markante Installationen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait sendete der Iran ein eindeutiges Signal: Staaten, die die Instrumente der amerikanischen Militärprojektion beherbergen, können in einem regionalen Konflikt keine echte Neutralität mehr beanspruchen. Genau die Infrastrukturen, die den wirtschaftlichen Aufstieg der Region ermöglichten, sind zu Expositionspunkten in einem Kontext offener militärischer Konfrontation geworden.

    Die Straße von Hormus: Geographie als Macht

    Im Mittelpunkt dieser Krise steht ein geographischer Raum, dessen Bedeutung weit über die Region hinausgeht: die Straße von Hormus. Diese schmale Seepassage – kaum 50 Kilometer breit an ihrem am stärksten verengten Punkt und 212 Kilometer lang – bildet den primären Energietransit-Chokepoint der Weltwirtschaft.


    undefiniert

    Die Straße von Hormus. (Öffentliche Domain)


    Im Jahr 2024 überquerten nach Angaben der USA täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge. Energy Information Administration (EIA) – das entspricht fast 20% des weltweiten Flüssigerdverbrauchs und einem Fünftel des Welthandels mit Flüssiggas. Mehr als 80% dieser Volumen waren für asiatische Märkte bestimmt.[ 1]

    Die Verwundbarkeit dieses Korridors wird durch die nahezu fehlenden praktikablen Alternativen verstärkt. Die Umgehungspipelines Saudi-Arabiens und Emirate haben eine maximale Gesamtkapazität von etwa 2,6 Millionen Barrel pro Tag – ein Bruchteil des normalen Durchsatzes. Im Falle einer vollständigen Blockade würde der Nettoverlust an den globalen Märkten laut Analysten von Rystad Energy im Bereich von 8 bis 10 Millionen Barrel pro Tag liegen.

    Seit Jahrzehnten behandelt die iranische strategische Doktrin die Meerenge als Instrument der asymmetrischen Abschreckung. Die Logik ist krass: Wenn die nationale Sicherheit des Iran direkt bedroht ist, wird die Unterbrechung des Seeverkehrs zu einer legitimen strategischen Option. Am 28. Februar 2026 sendete das Korps der Islamischen Revolutionsgarden Radiowarnungen, die Schiffe daran hinderten, die Meerenge zu passieren. Der Tankerverkehr sank um 40 bis 50 Prozent. Die beiden größten Reedereien der Welt, Maersk und MSC, stellten den Betrieb in der Zone ein. Die Rohölpreise stiegen bei der Marktöffnung um mehr als 13 Prozent.

    In einem von ununterbrochenen Energieflüssen abhängigen Wirtschaftssystem erhält die Geographie somit einen strategischen Wert, der mit dem konventionellen militärischen Fähigkeiten vergleichbar ist. Ehemalige USA Außenminister Cyrus Vance beschrieb die Meerenge einmal als "die juguläre Ader des Westens" - eine Charakterisierung, die noch nie so treffend war.

    Historische Präzedenzfälle

    Systemische Krisen in der internationalen Ordnung finden oft aufschlussreiche historische Parallelen.

    Die Suez-Krise von 1956 ist ein solcher Präzedenzfall. Der französisch-britische Versuch, den Kanal nach seiner Verstaatlichung durch Gamal Abdel Nasser zurückzuerobern, endete mit einem demütigenden Rückzug unter internationalem Druck – sowohl aus Washington als auch aus Moskau – und markierte symbolisch das Ende des europäischen imperialen Einflusses und die Entstehung einer bipolaren Weltordnung. Was wie eine kontrollierte Militäroperation aussah, enthüllte schließlich die Grenzen einer Macht, die sich immer noch für souverän hielt.

    Der Vietnamkrieg veranschaulichte ein vergleichbares Phänomen in einer anderen Form. Trotz überwältigender militärischer Überlegenheit - über 500.000 Soldaten, die auf seinem Höhepunkt stationiert waren, und erstaunliche Kriegsausgaben - konnten die Vereinigten Staaten keine dauerhafte politische Lösung durchsetzen. Der Bericht des Kirchenausschusses (1975) enthüllte anschließend das volle Ausmaß verdeckter Operationen, die parallel durchgeführt wurden, und enthüllte eine Entscheidungsarchitektur, die außerhalb der offiziellen demokratischen Rahmenbedingungen gut funktionierte.

    Der Irak-Krieg von 2003 bietet einen dritten und jüngeren Präzedenzfall. Fabrizierte Geheimdienstinformationen, die vor dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt wurden, lieferten den rechtlichen Vorwand für eine Intervention, deren Folgen - die Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens, der Aufstieg des IS, die Verfestigung des iranischen Einflusses im Irak - das genaue Gegenteil seiner erklärten Ziele waren.

    Diese Präzedenzfälle bekräftigen eine strategische Konstante: Die militärische Überlegenheit garantiert nicht die politische Stabilität einer internationalen Ordnung, und jeder Krieg, der als notwendig dargestellt wird, trägt den Samen einer neuen Neuausrichtung in sich.

    Europa: Wirtschaftskraft, Strategische Abhängigkeit

    Die Position der Europäischen Union in der aktuellen Krise zeigt ein auffälliges geopolitisches Paradoxon. Europa ist einer der wichtigsten Wirtschaftspole der Welt. Doch seine Fähigkeit zu autonomem strategischen Handeln bleibt tiefgreifend eingeschränkt.

    Die militärischen Entscheidungen, die zu den Schlägen gegen den Iran geführt haben, wurden ohne echte europäische Konsultation getroffen. Die europäischen Hauptstädte stehen nun vor einem Konflikt, dessen Ursprünge sie nicht geprägt haben, deren wirtschaftliche Folgen sie aber direkt tragen werden – beginnend mit dem Energiepreisschock und der Unterbrechung der Lieferketten.

    Diese Situation gibt einer Beobachtung des algerischen Diplomaten und Intellektuellen Ahmed Taleb El Ibrahimi eine konkrete Bedeutung:

    "Politische Unabhängigkeit existiert nur dann wirklich, wenn sie auf strategischer Unabhängigkeit beruht."

    Im europäischen Fall existiert ersterer formell. Letzteres bleibt unvollständig. Und genau diese Unvollständigkeit verwandelt Europa in einen aktiven Umständler einer Krise, die es weder antizipiert noch orientiert - verbunden an seinen Verbündeten durch militärische Architektur (NATO), finanzielle Abhängigkeit (das Dollarsystem) und technologische Unterordnung, aber formal souverän.

    Netzwerke des Einflusses und der Opazität der Macht

    Das Verständnis der Dynamik des Kriegsschaffens erfordert die Konfrontation mit einer Realität, die von der klassischen geopolitischen Analyse oft unterschätzt wird: der Existenz von Einflussnetzwerken, die am Rande der offiziellen Institutionen arbeiten und die strategische Auswahl der Großmächte auf eine für die Öffentlichkeit weitgehend unsichtbare Weise prägen.

    Der Jeffrey-Epstein-Skandal brachte die Existenz informeller Netzwerke ans Licht, die hochrangige politische Persönlichkeiten, Wirtschaftsführer und Akteure der Geheimdienste in mehreren Ländern verbinden. Die Bedeutung dieser Affäre geht weit über ihre kriminelle Dimension hinaus. Es zeigt eine Art von Macht – begründet auf Kompromissen, privilegierten Zugang und diskreter Gegenseitigkeit –, die jedem Rahmen demokratischer Aufsicht entgeht. Die teilweise Offenlegung von Namen, die mit diesem Netzwerk verbunden sind, vor US-Gerichten im Jahr 2024 veranschaulichte die Dichte der Verbindungen zwischen politischen, finanziellen und medialen Sphären in westlichen Demokratien.

    Das ist kein isoliertes Phänomen. Die von WikiLeaks veröffentlichten diplomatischen Depeschen zeigten mit dokumentarischer Präzision, dass viele internationale Entscheidungen - einschließlich Entscheidungen, um in den Krieg zu ziehen - in für die Öffentlichkeit weitgehend unsichtbaren Rahmen getroffen werden, manchmal in direktem Widerspruch zu den später vorgebrachten offiziellen Rechtfertigungen.

    Diese Netze bestimmen die Außenpolitik nicht mechanisch. Sie bilden jedoch ein informelles Machtsubstrat, dessen Anerkennung für jede ernsthafte Analyse der internationalen Entscheidungsfindung unerlässlich ist. Diese Dimension zu ignorieren bedeutet, sich dazu zu verurteilen, Kriege nur durch ihre offiziellen Vorwände zu erklären.

    Zivilisationen und Legitimation

    Der algerische Denker Malek Bennabi schlug einen analytischen Rahmen von besonderer Relevanz für das Verständnis dieser historischen Transformationen vor. In seinen Arbeiten über zivilisatorische Zyklen - insbesondere das Problem der Ideen in der muslimischen Welt (1970) - argumentierte er, dass die materielle Macht einer Zivilisation ihre Haltbarkeit nicht garantiert, wenn sie die intellektuelle und moralische Kohärenz verliert, die sie aufrechterhält.

    Diese Beobachtung hat eine offensichtliche zeitgenössische Relevanz. Eine internationale Ordnung kann gewaltige Machtinstrumente – militärische Arsenale, finanzielle Dominanz, medialer Einfluss – bewahren und gleichzeitig die fortschreitende Erosion ihrer politischen Legitimität in den Augen von Bevölkerungsgruppen erleben, die sich in ihr nicht mehr wiedererkennen.

    Genau das nannte Bennabi den Moment, in dem eine Zivilisation, die ihre moralischen Ressourcen erschöpft hat, weiterhin aus Trägheit statt aus Überzeugung handelt. Macht ohne Legitimität ist keine Ordnung mehr. Es ist eine Besetzung.

    Fazit: Das Fracking der Weltordnung

    Die großen Transformationen der internationalen Geschichte erscheinen selten als solche in dem Moment, in dem sie sich entfalten. Sie haben meistens die Form einer Abfolge von Ereignissen, die, einzeln betrachtet, indizienisch erscheinen. Erst danach, wenn sich die Gleichgewichte verschoben haben, bezeichnen wir rückblickend den Moment, in dem sich alles zu verändern begann.

    Der Krieg gegen den Iran könnte ein solcher Moment sein. Es zeigt ein internationales System, in dem die amerikanische Militärmacht weiterhin zentral ist, in dem aber die politischen, wirtschaftlichen und strategischen Gleichgewichte zunehmend umstritten werden - von staatlichen Akteuren wie Iran, Russland und China, aber auch von Öffentlichkeiten, die zunehmend gegen die Autorität einer Ordnung resistent sind, deren Widersprüche sie mit wachsender Klarheit wahrnehmen.

    Der hier fragliche Bruch ist nicht nur militärisch. Es ist ein Bruch der Legitimität. Ein System, das Kriege als Notwendigkeiten darstellt, während es undurchsichtige Machtnetze schützt; das für einige das Völkerrecht aufruft und es für andere ignoriert; das die Freiheit der Schifffahrt verkündet und gleichzeitig die Kontrolle über Engpässe konzentriert - ein solches System erzeugt durch seine eigene Logik die Bedingungen seiner Anfechtung.

    In der heutigen internationalen Ordnung ist die Regel nicht das Gesetz – sie ist die Macht, die entscheidet, wann das Gesetz gilt.

    Die Frage ist vielleicht nicht mehr, wer den aktuellen Krieg gewinnen wird. Die Frage ist, ob das internationale System, das es ermöglicht hat, die Welt überleben kann, zu der es selbst beigetragen hat. Und ob die Zivilisationen, die lange ihre Regeln ertragen haben, diesmal die intellektuelle Kohärenz und den politischen Willen haben werden, etwas anderes vorzuschlagen.

    ***

    Laala Bechetoula ist eine algerische Journalistin und Schriftstellerin, Autorin von „The Book of Gaza Hashem: A Testament Written in Olive Wood and Ash“.

    Notizen

    1. USA Energy Information Administration (EUA), „Strait of Hormuz“, Daten 2024; Internationale Energieagentur (IEA), World Energy Outlook, 2024.

    2. Rystad Energy, Analyse zitiert von Franceinfo, 1. März 2026.

    3. Marine Traffic, Echtzeit-Tracking-Daten, 28. Februar – 2. März 2026.

    4. Malek Bennabi, Das Problem der Ideen in der muslimischen Welt (Le Problème des idées dans le monde musulman), Algier, 1970.

    5. Ahmed Taleb El Ibrahimi, diplomatische Schriften und Reden, algerische Archive.

    6. Kirchenausschuss (USA Senatsauswahlausschuss zur Untersuchung von Regierungsoperationen in Bezug auf Geheimdienstaktivitäten), Abschlussbericht, 1975.


    Info: https://michelchossudovsky.substack.com/p/suez-tehran-war-against-iran-fracturing-world-order?utm_source=post-email-title&publication_id=1910355&post_id=190009753&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=1dktad&triedRedirect=true&utm_medium=email


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Podcast: Angriff auf den Iran - Ein gerechter Krieg? | Lanz + Precht, Folge 235

    Screenshot_2026_03_07_at_05_20_10_Podcast_Angriff_auf_den_Iran_Ein_gerechter_Krieg_Lanz_Precht_Folge_235_YouTube

    Screenshot_2026_03_07_at_06_28_43_Podcast_Angriff_auf_den_Iran_Ein_gerechter_Krieg_Lanz_Precht_Folge_235_YouTube

    ZDFheute Nachrichten, ZDF ist Teil des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

    Wikipedia


    youtube.com, vom 06.03.2026 Lanz und Precht - der Podcast

    Die USA und Israel greifen seit Samstag den Iran an. Donald Trump und Benjamin Netanjahu geben den Befehl zu einem "Enthauptungsschlag". Wenige Stunden später ist Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, tot. Seitdem eskaliert der Konflikt: Das iranische Regime schlägt zurück – mit Angriffen auf Israel, auf US-Stützpunkte am Golf und auf Ziele in den Golfstaaten. "Wo bleibt der Aufschrei?", fragt Markus Lanz zu Beginn dieser Folge und erinnert an die über hundert toten Mädchen in einer iranischen Schule. Richard David Precht fragt sich, warum Trump diesen Krieg begonnen hat. Das Schicksal der Menschen im Iran, die vom Mullah-Regime unterdrückt werden, habe Trump "keine einzige schlaflose Nacht bereitet". Geht es ihm also um innenpolitische Motive? Will er von den Epstein-Files ablenken? Oder um eine größere Strategie, die auf China zielt? Für Precht ist der Angriff ein Völkerrechtsbruch – umso irritierter reagiert er auf die Haltung von Kanzler Friedrich Merz. Lanz dagegen stellt die provokante Frage: "Wie soll man sonst dieses Regime loswerden?" Und vor allem: Wie sollte Deutschland sich jetzt positionieren? ----- Hier auf ZDFheute Nachrichten erfahrt ihr, was auf der Welt passiert und was uns alle etwas angeht: Wir sorgen für Durchblick in der Nachrichtenwelt, erklären die Hintergründe und gehen auf gesellschaftliche Debatten ein. Diskutiert in Livestreams mit uns und bildet euch eure eigene Meinung mit den Fakten, die wir euch präsentieren. Abonniert unseren Kanal, um nichts mehr zu verpassen. Immer auf dem aktuellen Stand seid ihr auf https://www.zdfheute.de #lanz #precht #podcast


    Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=4vKXTQT49U4 Dauer 56:24 Min.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Schlagzeile





    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Schlagzeile





    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Schlagzeile





    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Chuzpe als Lifestyle – NATO bereitet nach Iran-Überfall Ausrufung des Artikel 5 vor

    freedert.online, vom 6 Mär. 2026 18:49 Uhr, 

    Ob Trump und Netanjahu für ihren Überfall gegen Iran den "Friedens"-Nobelpreis erhalten, wie Israels Generalkonsul in New York fordert, oder nicht – eines ist sicher: Sie alle und nicht zuletzt auch die NATO-Führung werden jetzt als das urtypische Beispiel für Chuzpe angeführt werden und in dieser Funktion die Geschichte vom Elternmörder vor Gericht ersetzen. Und den Nobelpreis in Philologie haben sie sich damit doch auf jeden Fall verdient, oder?


    Chuzpe als Lifestyle – NATO bereitet nach Iran-Überfall Ausrufung des Artikel 5 vor© Newsmax


    Mark Rutte: "NATO ist eine Plattform für die USA zur Machtprojektion in die Welt." (Standbild aus Videomaterial)


    Zum Staunen der Weltöffentlichkeit hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte dem Begriff "Chuzpe" eine vollkommen neue, bisher schlicht undenkbare Dimension der Bedeutungstiefe verliehen.


    Trump zerstört Iran – Da will Merz wenigstens das Völkerrecht zerstören





    Meinung

    Trump zerstört Iran – Da will Merz wenigstens das Völkerrecht zerstören





    Zur Erinnerung: "Chuzpe" ist aus dem Hebräischen wörtlich unter anderem als "Unverschämtheit", "Frechheit" oder auch "Dreistigkeit" zu übersetzen. Doch die Bedeutung ist in Wirklichkeit viel umfassender: Das Wort bezeichnet eine besondere Art von Dreistigkeit – nämlich in ihrer schieren Flegelei und Schamlosigkeit jede Messskala sprengend und jenseits jeder Entschuldbarkeit liegend, so weit jenseits von Gut und Böse, dass sie das Gegenüber mitunter sogar völlig zu entwaffnen vermag.

    (Ein gängiges Beispiel, das oft als definitiv für Chuzpe angeführt wird und auch hier bestens als Vergleich passt, ist das eines jungen Mannes, der wegen Mordes an seinen eigenen Eltern vor Gericht landet und dort um Gnade bittet – mit der Begründung, ein Waisenkind zu sein. – Anm. d. Red.)

    Also: Rutte erklärte scheinheilig fast unmittelbar nach dem US-amerikanisch-israelischen Überfall auf Iran, bei dem fast 50 hochrangige iranische Beamte und Militärangehörige sowie über 1.000 Zivilisten getötet wurden:

    "Die NATO bereitet gegen Iran die Aktivierung ihrer Klausel zur kollektiven Verteidigung vor."

    Und das, während Teheran unter ununterbrochenen Flächenbombardements brennt und Pentagon-Chef Hegseth prahlerisch verkündet:

    "B-2-, B-52- und B-1-Bomber, Predator-Drohnen, Kampfjets beherrschen den Himmel und wählen sich ihre Ziele aus – Tod und Zerstörung hageln dort von morgens bis abends vom Himmel. Wir sind entschlossen."

    Und ausgerechnet jetzt sei es Rutte zufolge an der Zeit, dass die NATO beginnt, sich selbst zu verteidigen …, jawoll, gegen Iran. So, wie Artikel 5 des Nordatlantik-Vertrages dies vorschreibt:


    Iran-Krieg: Dies könnte sich als Amerikas Achillesferse erweisen





    Analyse

    Iran-Krieg: Dies könnte sich als Amerikas Achillesferse erweisen





    "Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird;

    sie vereinbaren daher, dass im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverzüglich für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Maßnahmen, einschließlich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie für erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten."

    Man stelle sich nur die Perspektiven vor, die sich der NATO mit einem Ansatz, wie Rutte ihn an den Tag legt, eröffnen! Man startet Raketen- und Bombenangriffe gegen souveräne Staaten – und sobald Letztere zurückschlagen (oder auch nicht), stürzt man sich mit der ganzen Meute auf sie und haut sie dann in "sweet harmony", oh, pardon, in "kollektiver Selbstverteidigung" kurz und klein.

    Voilà! Die gelbe Ziegelsteinstraße zur Weltherrschaft!

    Natürlich muss man sich dafür anschließend auch belohnen. Und so hat denn der israelische Generalkonsul in New York, Ofir Akunis, vorgeschlagen, Trump und Netanjahu den Friedensnobelpreis für den Krieg gegen Iran zu verleihen. Kein Scherz.

    Da bietet es sich glatt an, einen neuen internationalen Feiertag einzuführen – den Tag der Heuchelei und den Todestag des Völkerrechts.

    Übersetzt aus dem Russischen.

    Sergei "Zergulio" Koljasnikow betreibt seit dem Jahr 2007 einen Blog auf "livejournal" und seit September 2021 einen Telegram-Kanal mit mehr als 200.000 Abonnenten zu politischen Themen mit klar patriotischer Linie, auf dem er ausgewählte Nachrichten veröffentlicht und Sammel- und Wohltätigkeitskampagnen führt. Inhalte aus beiden Blogs werden regelmäßig von russischen Medien zitiert. Seit Mai 2017 hat Koljasnikow eine Kolumne bei "RIA Nowosti". Er arbeitete als Buchhalter, Programmierer, Geschäftsleiter im Antiquitäten- und Militariahandel und ist heute Unternehmer im Bereich Lüftungsinstallation.

    Diesen Beitrag verfasste er exklusiv für RT

    Mehr zum ThemaUS-Mordlust macht Schule: Merz ist begeistert


    Screenshot_2026_03_08_at_11_56_01_Chuzpe_als_Lifestyle_NATO_bereitet_nach_Iran_berfall_Ausrufung_des_Artikel_5_vor_RT_DE

    Video https://rumble.com/v76nsss-rutte-die-nato-ist-eine-plattform-fr-die-usa-um-ihre-macht-auf-der-weltbhne.html Dauer 00:57 Min.


    RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/meinung/272347-chuzpe-als-lifestyle-nato-bereitet-aktivierung-artikel-5-iran/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Iran: Militärstrategie / Widerstandsfähigkeit

    aus e-mail von Dorisd Pumphrey, 7. März 2026, 14:00 Uhr


    Marandi: "Iran wird die USA bestrafen –
    und wir sind gerade dabei, das zu tun"

    In einem aktuellen Interview mit dem britischen Sender "Channel 4 News" erteilte der iranische Amerikanist und Hochschullehrer Seyed Mohammad Marandi jeglichen Verhandlungen mit Donald Trump eine scharfe Absage. 
    Er betonte die Unbeugsamkeit seines Landes und kündigt Vergeltung für das Vorgehen der USA an, das er als völkerrechtswidrig und als "Gesetz des Dschungels" bezeichnet. 
    Mit dem Hinweis, dass Iran nicht mit Staaten wie Irak oder Libyen vergleichbar sei, warnt er Washington eindringlich davor, sich mit dem falschen Land angelegt zu haben.
    Siehe kurzes Video: https://odysee.com/@RTDE:e/Marandi---Iran-wird-die-USA-bestrafen-%E2%80%93-und-wir-sind-gerade-dabei,-das-zu-tun-:0


    Seyed M. Marandi: 
    Irans Militärstrategie & Amerikas Fehleinschätzungen

    Seyed Mohammad Marandi ist Professor an der Universität Teheran und ehemaliger Berater des iranischen Atomverhandlungsteams. Prof. Marandi erläutert die Ziele und Strategien Irans im Krieg und erklärt, wie und warum sich die USA verkalkuliert haben.
    Siehe im Video (Deutsch): https://www.youtube.com/watch?v=Wno8rDWmR1U


    Pepe Escobar: Irans geheime Strategie – 
    Tod durch tausend Schnitte

    Im Interview vom 6. März 2026 diskutiert der renommierte Geopolitik-Analyst Pepe Escobar mit Nema Parvani die eskalierende Krise im Nahen Osten. Escobar, der aus Südostasien zugeschaltet ist, beleuchtet Irans raffinierte Strategie im Konflikt mit den USA und Israel. Das Gespräch, das auf Escobars jüngster Kolumne basiert, analysiert die geopolitischen Implikationen eines Krieges, der die Region und die Weltwirtschaft erschüttert.
    Zum Video in Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=YAvEpfOLfew


    US-Oberst Lawrence Wilkerson:
    "Iraner sind äußerst widerstandsfähig und werden uns üble Kopfschmerzen bereiten"

    Am Donnerstag hat der norwegische Politologe Glenn Diesen ein Interview mit dem pensionierten US-Oberst Lawrence Wilkerson veröffentlicht. Darin erläuterte Wilkerson, der einen Großteil seiner 31 Jahre beim US-Militär in der Militärplanung arbeitete, dass die derzeitige US-Führung – mit Donald Trump, Pete Hegseth und Marco Rubio an der Spitze – keineswegs "die Natur des Konflikts versteht, auf den sie sich mit Iran eingelassen hat."
    Des Weiteren legt der ehemalige Stabschef unter US-Außenminister Colin Powell (2002–2005) eine Chronik der Ereignisse aus den Golfkriegen vor, um besonders anhand des Ersten Golfkriegs zu dem Schluss zu kommen, dass es "die Natur des persischen Volkes ist, bis zum Äußersten widerstandsfähig zu sein."
    "Wir nehmen es mit einem Volk auf, das 3.000 Jahre alt ist, 90 Millionen Menschen stark [...] und das viele Probleme hat, sich aber selbst in sein Verderben stürzen wird, um uns wirklich schlimme Kopfschmerzen zu bereiten", so Wilkerson.
    Siehe im Video: https://odysee.com/@RTDE:e/Ex-Milit%C3%A4rplaner---Iraner-sind-%C3%A4u%C3%9Ferst-widerstandsf%C3%A4hig-und-werden-uns-%C3%BCble-Kopfschmerzen-bereiten-:1
    Hier zum vollständigen Interview mit Lawrence Wilkerson in Deutsch:
    https://www.youtube.com/watch?v=DEs2ULJiTcY





    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Krieg gegen Iran : Ausgewählte Nachrichten

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. März 2026, 14:00 Uhr


    RTDE-Liveticker-Krieg-gegen-Iran 6./7.3.2026

    Irans UN-Botschafter Amir-Saeid Iravani: Mindestens 1.332 iranische Zivilisten getötet

    Der iranische UN-Botschafter Amir-Saeid Iravani erklärte am Freitag in New York vor Pressevertretern, dass laut Teheran "bislang mindestens 1.332 iranische Zivilisten im Konflikt mit Israel und den USA ums Leben gekommen" sind. Zudem seien "Tausende weitere verletzt worden".

    Vor Journalisten bei den Vereinten Nationen in New York führte Iravani weiter aus, dass die USA und Israel in ihrem militärischen Agieren bewusst zivile Infrastruktur angegriffen hätten, wohingegen Iran "militärische Ziele und keine Zivilisten ins Visier genommen" habe, so der Botschafter.

    Iravani argumentierte weiter: "Die Vereinigten Staaten und Israel zeigen, dass sie keine rote Linie in ihren Verbrechen erkennen. Dicht besiedelte Wohnungsgebiete und kritische zivile Infrastruktur werden unabhängig attackiert. Diese Tatsachen stellen Verbrechen gegen die Menschheit dar."

    Der Botschafter forderte die UN‑Mitgliedstaaten daher auf, "entschlossen, klar und unverzüglich" zu handeln, um den gemeinsamen Krieg der USA und Israels gegen sein Land zu beenden. "Heute ist es Iran", der angegriffen wird, warnte er, "aber morgen könnte es jedes andere Mitgliedsland sein".
    Abschließend erklärte er:"Unsere alte und stolze Zivilisation bezeugt, dass Iran seit jeher eine friedliche, friedliebende Nation ist, die sich für Koexistenz, Würde und Respekt unter den Nationen einsetzt."


    Iran: Binnen einer Woche 6.668 US-amerikanische und israelische Angriffe auf zivile Einrichtungen 

    Seit Beginn des Krieges am 28. Februar wurden laut Statistiken der Hilfsorganisation Iranischer Roter Halbmond (IRCS) "mindestens 6.668 zivile Einrichtungen Ziel von US-amerikanisch-israelischen Angriffen". Diese Angaben veröffentlichte die Nachrichtenagentur Fars.

    Laut den Ermittlungen und der IRCS-Statistik geht aus den Daten hervor, dass folgende zivile Einrichtungen attackiert und zerstört wurden:
    ● 5.535 Wohngebäude
    ● 1.041 Gewerbegebäude
    ● 14 medizinische Zentren
    ● 65 Schulen
    ● 13 Zentren, die der Gesellschaft Iranischer Roter Halbmond angehören
    Laut IRCS-Angaben wurden bei den Angriffen "auch mehrere Rettungs- und Hilfsfahrzeuge beschädigt und mehrere Mitarbeiter des Roten Halbmonds bei Rettungseinsätzen verletzt", wie Al Jazeera berichtet.


    Bericht: Russland liefert Iran Geheimdienstdaten zur Bekämpfung von US-Truppen im Nahen Osten

    Russland liefert Iran Informationen zur Zielerfassung, um amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten anzugreifen – der erste Hinweis darauf, dass ein weiterer wichtiger Gegner der USA nun – wenn auch indirekt – an dem Krieg beteiligt ist, behaupteten drei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Personen.
    Dieser Schritt zeige, dass der sich schnell ausweitende Konflikt nun einen der wichtigsten nuklear bewaffneten Konkurrenten der USA mit hochentwickelten Geheimdienstfähigkeiten einbezieht, hieß es in der Washington Post.

    Seit Beginn des Krieges am Samstag habe Russland Iran die Standorte von US-Militäreinrichtungen, darunter Kriegsschiffe und Flugzeuge, übermittelt, erklärten die drei Informanten, die aufgrund der Sensibilität der Angelegenheit anonym bleiben wollten.

    Die russische Botschaft in Washington reagierte nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme. Moskau hatte zwar ein Ende des Krieges gefordert und ihn als einen "unprovozierten Akt bewaffneter Aggression" bezeichnet. 
    Auf die Frage in dieser Woche, welche Botschaft er an Russland und China habe – die zu den mächtigsten Unterstützern Irans gehören – sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass er keine habe und dass "sie hier nicht wirklich eine Rolle spielen".

    --------------

    Irans Botschafter zum Angriff auf Aserbaidschan: Operation unter falscher Flagge

    Laut Berichten aus Aserbaidschan wurde am Donnerstag die Region Nachitschewan mit Drohnen angegriffen. Nach Angaben des aserbaidschanischen Außenministeriums kamen die Drohnen aus Richtung Iran. Nach dem Vorfall berief der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew eine Sitzung des Sicherheitsrates ein, auf der er den Terroranschlag scharf verurteilte und die Armee in volle Kampfbereitschaft versetzte.

    Die iranische Seite weist jedoch die Vorwürfe Aserbaidschans zurück. So erklärte der iranische Botschafter in Moskau unter Berufung auf das Verteidigungsministerium seines Landes, dass Iran nicht an dem Drohnenangriff beteiligt gewesen sei. Darüber hinaus bezeichnete der Botschafter diesen Vorfall als einen Versuch Israels, eine Operation unter falscher Flagge durchzuführen. "Dies ist psychologische Kriegsführung. Sie versuchen, ihre Interessen über ihre Medien durchzusetzen", erklärte Kasem Jalali gegenüber Journalisten.
    Siehe Video: https://odysee.com/@RTDE:e/Irans-Botschafter-zum-Angriff-auf-Aserbaidschan--Operation-unter-falscher-Flagge:8


    Wenn ein versenktes Schiff „Stiller Tod“ genannt wird
    Am Mittwoch hat ein Unterseeboot der US-Marine die iranische Fregatte IRIS Dena vor der Küste Sri Lankas torpediert und versenkt. Am gleichen Tag zeigte US-Kriegsminister Pete Hegseth auf einer Pressekonferenz ein Video des Angriffs und kommentierte dies nebenbei mit den Worten „quiet death“ – „Stiller Tod“. Wie kann es still sein, wenn ein Schiff explodiert und danach mindestens 87 iranische Seeleute sterben? Der Versuch einer Einordnung von Moritz Müller.
    Hier weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147336

    RTDE 7.3.2026

    Sri Lanka nimmt das zweite iranische Schiff nach Rettung der Besatzung in Obhut

    Präsident Anura Kumara Dissanayake sagte, die Inselnation sei im US-israelischen Krieg gegen Teheran neutral, aber die Menschlichkeit müsse obsiegen. Sri Lanka hatte auch die Matrosen gerettet, die den US-Angriff auf das erste Schiff überlebt hatten.

    Offizielle Vertreter Sri Lankas haben mitgeteilt, dass das Land ein zweites Schiff der iranischen Marine in Obhut genommen und seine 208 Besatzungsmitglieder gerettet habe, nachdem die USA am Vortag ein anderes iranisches Schiff vor der Küste des Inselstaats angegriffen und versenkt hatten, wobei mindestens 87 Seeleute ums Leben kamen.
    Die Marine von Sri Lanka half, die Seeleute des zweiten Schiffes, der IRIS Buschehr, zu evakuieren, die wegen Maschinenproblemen um Einfahrt in den Hafen gebeten hatte, sagte Präsident Anura Kumara Dissanayake am Donnerstag gegenüber Pressevertretern.

    Wie die versenkte IRIS Dena, hatte auch die IRIS Buschehr am Marinemanöver teilgenommen, zu dem Indien im Februar eingeladen hatte. Dissanayake sagte, die Marine Sri Lankas habe nach Gesprächen mit den relevanten Behörden, diplomatischen Missionen und dem Kapitän des Schiffes beschlossen, die IRIS Buschehr formal zu übernehmen.

    Dissanayake sicherte zu, dass Colombo, während es im aktuellen Nahost-Konflikt neutral ist, der durch die US-israelischen Angriffe gegen Iran ausgelöst wurde, es keiner Nation im Konflikt erlauben werde, sein Gebiet zu nutzen. 
    "Als Nation und als Staat stellen wir die Menschlichkeit über alles andere, während wir unsere Neutralität wahren", sagte der Präsident. "Wir werden nie zögern, die Menschlichkeit zu schützen. Wenn es Handlungen gibt, die zur Rettung von Menschenleben erforderlich sind, werden wir unter keinen Umständen zögern, sie zu unternehmen."

    Die IRIS Dena war von einem U-Boot der US-Marine vor der Küste Sri Lankas durch einen von einem US-U-Boot abgeschossenen Torpedo versenkt worden. Das Schiff befand sich auf der Heimfahrt von einer offiziellen Einladung des indischen Staates; Voraussetzung zur Teilnahme an dem Manöver war, dass sich keine Bewaffnung an Bord befindet. Eine Bedingung, die den USA bekannt war, da die US-Marine ihre eigene Teilnahme erst in letzter Sekunde zurückgezogen hatte.

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte den Angriff öffentlich gutgeheißen. Seitens der Besatzung des U-Boots gab es keinerlei Bemühungen, Überlebende der Dena zu retten. Die indische Regierung wird im Land scharf kritisiert, weil sie gegen den US-Angriff nicht protestiert hat.

    Teheran hatte Washington gewarnt, es werde den Torpedoangriff auf die IRIS Dena im Indischen Ozean "bitter bereuen", und der iranische Außenminister Abbas Aragtschi wies in einem Interview mit NBC darauf hin, dass ein Angriff auf ein unbewaffnetes Schiff ein Kriegsverbrechen darstelle.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Russlands Sondergesandter Dmitrijew: EU steuert auf kompletten Energiekollaps zu  

    freedert.online, vom 6 Mär. 2026 20:24 Uhr

    Mit dem Ausstieg aus russischen Öl-und Gasimporten hat sich Brüssel selbst ins Knie geschossen, meint der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew. Die EU stehe am Rande des Zusammenbruchs in der Energieversorgung und suche verzweifelt nach einer Lösung.


    Quelle: Sputnik © ALEXEI NIKOLSKI


    Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland (7. August 2025)


    In einem im Kurznachrichtendienst X veröffentlichten Beitrag kritisiert der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland Kirill Dmitrijew die Energiepolitik der europäischen Spitzenpolitiker. "Mit ihrer Entscheidung, auf russische Energieimporte zu verzichten, schossen sie sich selbst so oft ins Knie, dass sie keine Füße mehr haben", spottet Dmitrijew.

    In Europa beginne nun eine neue Ära, meint der russische Sondergesandte. Es ist ihm zufolge die Ära "des kompletten Energiekollapses und des Bankrotts", was auf "die idiotischen Entscheidungen" von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und weiterer russlandfeindlicher Politiker zurückzuführen sei.

    Dmitrijew führt hierbei aus:

    "Die EU sucht händeringend nach einer Lösung für ihre Energieprobleme. Wie wäre es mit der realistischsten Option: Ursula und Kaja entlassen und anfangen, um russische Energieimporte zu betteln?"

    Trumps letzte Hoffnung auf einen Sieg über Iran





    Meinung

    Trumps letzte Hoffnung auf einen Sieg über Iran






    In Europa steigen die Gaspreise seit Montag massiv. An der Börse in Amsterdam wurde für eine Megawattstunde (MWh) europäisches Erdgas am Dienstag in der Spitze knapp 66 Euro bezahlt – so viel wie seit drei Jahren nicht mehr.

    Hintergrund der aktuellen Gaspreis-Explosion ist unter anderem, dass Katar seine Gasexporte ausgesetzt haben soll. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy fuhr die Gasverflüssigung vollständig herunter. Der Golfstaat Katar ist einer der weltweit wichtigsten LNG-Produzenten.

    Es sei zu befürchten, dass alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten, sagte Katars Energieminister Saad al-Kaabi der Financial Times. Dann sei ein Anstieg des Ölpreises bis auf 150 US-Dollar je Barrel (159 Liter) möglich.

    Der Iran-Krieg und die Sorge vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus haben den Ölpreis bereits stark nach oben getrieben. Am heutigen Freitag stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 87,66 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2024. 

    Mehr zum Thema ‒ Iran: Haben US-Flugzeugträger Abraham Lincoln in die Flucht geschlagen


    Screenshot_2026_03_08_at_11_44_53_Russlands_Sondergesandter_Dmitrijew_EU_steuert_auf_kompletten_Energiekollaps_zu_RT_DE

    Video https://rumble.com/v76pts2-irans-botschafter-zum-angriff-auf-aserbaidschan-operation-unter-falscher-fl.html Dauer 2:15 Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Vizepremier: Russland wird Gaslieferungen an die EU auf andere Märkte umleiten

    freedert.online, vom 6 Mär. 2026 21:31 Uhr

    Moskau wird nicht auf neue Beschränkungen der Europäischen Union warten; ein Teil der LNG-Lieferungen könnte nach China, Indien, Thailand und auf die Philippinen umgeleitet werden, so Vizepremierminister Nowak. Die EU plant, die russischen Gasimporte bis 2027 schrittweise einzustellen.


    Vizepremier: Russland wird Gaslieferungen an die EU auf andere Märkte umleitenQuelle: Sputnik © Michail Woskressenski


    Symbolbild: Produktionswerkstatt für Gaskontrollstationen, Moskau, Russland


    Russische Unternehmen werden in Kürze einen Teil ihrer Flüssigerdgaslieferungen (LNG) aus Europa in befreundete Länder wie China, Indien, Thailand und die Philippinen umleiten, kündigte Vizepremierminister Alexander Nowak an.

    Er stellte klar, dass die Unternehmen nicht auf neue Beschränkungen der Europäischen Union (EU) warten würden. Nowak sagte:

    "Unsere Unternehmen prüfen die Möglichkeit, neue langfristige Verträge mit unseren Partnern abzuschließen, ohne auf weitere Beschränkungen aus Europa zu warten, und einen Teil des Gases aus Europa in andere Länder, darunter Indien, Thailand, die Philippinen und die Volksrepublik China, umzuleiten."

    Putin über Gasmarkt: Neue Märkte statt Europa?



    Putin über Gasmarkt: Neue Märkte statt Europa?







    Am 4. März hatte Präsident Wladimir Putin angekündigt, er werde die Regierung anweisen, einen möglichen Rückzug Russlands vom europäischen Gasmarkt zu prüfen, bevor die EU neue Beschränkungen für russische Kohlenwasserstoffe verhängt.

    Der Präsident merkte jedoch damals an, dies sei noch "nur ein Gedankenspiel" und fügte hinzu, das Ministerkabinett werde gemeinsam mit den Unternehmen die Machbarkeit eines solchen Schrittes prüfen. Laut Putin weichen die Lieferanten angesichts der Eskalation im Nahen Osten, der Schließung der Straße von Hormus und dem Auftreten zahlungskräftigerer Käufer auf lukrativere Märkte aus. Putin sagte:

    "Hier steckt nichts dahinter, keinerlei politisches Motiv. Reines Geschäft, nichts weiter."

    Ein vollständiges Verbot russischer Gasimporte in die Europäische Union tritt im März in Kraft. Für bestehende Verträge über Flüssigerdgas (LNG) gilt eine Übergangsfrist bis 2027, für Pipelinegas bis zum 30. September 2027.

    Die Europäische Kommission hat angekündigt, die russischen Energielieferungen ab 2022, dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine, schrittweise einzustellen. Infolgedessen sehen sich die europäischen Länder bereits mit einem Rückgang der Industrieproduktion, sinkender Wettbewerbsfähigkeit und steigenden Preisen konfrontiert, so der russische Präsident.

    Mehr zum Thema – Putin: Russland könnte Gaslieferungen nach Europa "sofort" stoppen


    Screenshot_2026_03_08_at_11_34_29_Vizepremier_Russland_wird_Gaslieferungen_an_die_EU_auf_andere_M_rkte_umleiten_RT_DE

    Video https://mcdn.podbean.com/mf/download/3ceyk3/Die_Schima_re_vom_Wegfall_russischer_Gaslieferungen_Ein__Worst_Case9u0sr.mp3 Dauer  Min.


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/international/272391-vizepremier-russland-wird-gaslieferungen-an/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 





    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    07.03.2026

    Iran-Krieg, US-Airbase Ramstein und Völkerrecht

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 7. März 2026, 18:43 Uhr


    Berliner Zeitung 7.3.2026

    Iran-Krieg: Wie gefährdet ist Deutschland wegen der US-Airbase Ramstein?

    Ohne die Airbase Ramstein wäre der US-Krieg gegen den Iran kaum vorstellbar. 
    Wird der deutsche Stützpunkt nun zum Ziel für Vergeltung? Was sagt das Völkerrecht?

    von Raphael Schmeller

    Deutschland unterstützt den US-israelischen Krieg gegen den Iran nicht nur politisch, sondern auch ganz konkret militärisch-logistisch. Im Mittelpunkt steht dabei die US-Airbase Ramstein in Rheinland-Pfalz. Der Stützpunkt ist das Hauptquartier der US-Luftwaffe in Europa und mit Abstand der größte amerikanische Luftwaffenstützpunkt außerhalb der Vereinigten Staaten. Seit Jahrzehnten fungiert Ramstein als logistisches Drehkreuz für US-Militäroperationen im Nahen Osten.

    Ohne Ramstein wäre ein Krieg wie der aktuelle gegen den Iran kaum vorstellbar. Die Basis ist ein technisches Bindeglied für Drohneneinsätze der USA im Nahen Osten: Steuerungsdaten werden über Glasfaserleitungen aus den USA nach Ramstein übertragen und von dort per Satellit an Drohnen in den Einsatzgebieten weitergeleitet. Zudem dient der Stützpunkt als zentrale Drehscheibe für Personal, Material und Luftunterstützung. Mehr als 9.000 Militärangehörige und zivile Beschäftigte arbeiten dort.

    Ramstein rückt ins Zentrum des Iran-Krieges

    Nach Informationen von Luftfahrtexperten und Flugdatenauswertungen nahmen die Flugbewegungen rund um Ramstein bereits Wochen vor den Angriffen den Iran deutlich zu. Personal und Material wurden offenbar über Ramstein in den Nahen Osten verlegt. Berichten zufolge wurden nun auch US-Tankflugzeuge – entscheidend für Langstreckenoperationen wie Einsätze über dem Iran – teilweise nach Ramstein verlegt, nachdem Spanien den USA die Nutzung seiner Militärbasen für Angriffe auf den Iran untersagt hatte.

    Damit rückt der deutsche Standort stärker denn je ins Zentrum eines internationalen Konflikts. Zwei Fragen drängen sich auf: Welche völkerrechtliche Verantwortung trägt Deutschland, wenn ein solcher Krieg über eine Basis auf deutschem Boden koordiniert wird? Und wird Ramstein dadurch selbst zu einem möglichen Ziel iranischer Vergeltung?

    US-Präsident Donald Trump lobte Bundeskanzler Friedrich Merz bei dessen Besuch Anfang der Woche in Washington ausdrücklich dafür, dass Deutschland die amerikanischen Streitkräfte „landen“ lasse. Eine offizielle Bestätigung der militärischen Nutzung Ramsteins für Angriffe auf Iran ist das zwar nicht. Doch in Teheran dürfte die Aussage registriert worden sein.

    Denn der Iran vertritt seit Jahren die Position, dass im Falle eines Angriffs auch US-Militärbasen im Ausland als legitime Ziele gelten könnten. Entsprechend wurden die Soldaten in Ramstein nach Beginn der Kampfhandlungen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

    „Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta“

    Der Völkerrechtler Andreas Schüller, Ko-Programmleiter des Bereichs „Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung“ beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), bewertet die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran eindeutig. „Es liegt ein Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta vor“, sagt Schüller der Berliner Zeitung. Ausnahmen vom Gewaltverbot gebe es nur in sehr engen Grenzen, etwa im Fall von Selbstverteidigung, wenn ein bewaffneter Angriff unmittelbar bevorstehe. „Die USA und Israel haben bislang nicht überzeugend darlegen können, dass ein solcher Angriff seitens Iran unmittelbar bevorstünde.“

    Auch die politischen Reaktionen in Deutschland sieht der Jurist kritisch. Die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu dem Konflikt seien „schädlich“, weil sie eine weitere Eskalation zwischen Staaten begünstigen könnten. Schüller kritisiert zudem ein aus seiner Sicht mangelndes Verständnis des Völkerrechts in der politischen Debatte.

    Die Möglichkeiten des Völkerstrafrechts gegenüber dem Iran seien zu keinem Zeitpunkt ausgeschöpft worden, sagt er. „Der Bruch des Gewaltverbots durch die USA und Israel gefährdet die Stabilität in der Region und darüber hinaus.“ Andere Staaten könnten sich künftig ebenfalls weniger an das Völkerrecht gebunden fühlen.

    Macht Ramstein Deutschland zur Kriegspartei?

    Besonders sensibel ist die Frage, welche Rolle Deutschland spielt, wenn militärische Operationen über Ramstein unterstützt werden. Nach Einschätzung Schüllers ist die rechtliche Lage klar: „Deutschland darf sein Hoheitsgebiet nicht für völkerrechtswidrige Handlungen zur Verfügung stellen.“ Das gelte grundsätzlich auch für den Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Trotzdem werde Deutschland dadurch nicht automatisch selbst zur Kriegspartei. „Nein, das reicht nicht, um Kriegspartei zu werden“, sagt Schüller der Berliner Zeitung.

    Theoretisch hätte die Bundesregierung durchaus Handlungsmöglichkeiten. Deutschland könnte etwa Start- und Landerechte einschränken oder die Nutzung bestimmter Infrastruktur – etwa eines Datendrehkreuzes – begrenzen, erklärt Schüller. Eine vollständige Beendigung der Stationierung amerikanischer Truppen sei jedoch kaum realistisch, da diese weit über den aktuellen Konflikt hinausreiche.

    Wer schützt Ramstein?

    Neben der völkerrechtlichen Debatte stellt sich eine ganz praktische Frage: Wer schützt die Airbase Ramstein, falls der Konflikt eskaliert? Die Sicherheitsstruktur ist kompliziert. Innerhalb der Basis liegt die Verantwortung bei den US-Streitkräften, insbesondere bei der US Air Force und ihren Security Forces, also der Militärpolizei. Sie kontrollieren Zugänge, Patrouillen und den unmittelbaren militärischen Schutz des Geländes.

    Außerhalb des Stützpunkts sind deutsche Behörden zuständig, etwa die Landespolizei Rheinland-Pfalz oder die Bundespolizei. In besonderen Lagen könnte auch die Bundeswehr eingebunden werden. Grundlage dieser Aufteilung ist das Nato-Truppenstatut und das deutsch-amerikanische Stationierungsabkommen: Das Gelände gehört formal Deutschland, wird aber den USA zur Nutzung überlassen.

    Wie die Bundesregierung die aktuelle Gefährdungslage bewertet, bleibt allerdings unklar. Eine Anfrage der Berliner Zeitung an das Auswärtige Amt zur Sicherheitslage rund um Ramstein beantwortete das Ministerium nicht selbst, sondern verwies an das Verteidigungsministerium.

    Das Verteidigungsministerium wiederum erklärte auf Nachfrage, für Fragen zur Bedrohungslage und zum Schutz der Basis seien grundsätzlich das Bundesinnenministerium sowie die US-Streitkräfte zuständig. Daraufhin kontaktierte die Berliner Zeitung das Innenministerium – doch von dort kam ebenfalls keine Antwort. Auch die US-Armee in Ramstein reagierte nicht auf eine Anfrage. Die Situation wirkt fast kafkaesk: Ein Ministerium verweist an das nächste, konkrete Auskünfte zur Sicherheit eines der wichtigsten Militärstandorte Europas bleiben aus.

    Eine lange juristische Vorgeschichte

    Die Frage nach der Verantwortung Deutschlands für militärische Operationen über Ramstein beschäftigt Gerichte seit Jahren. Auslöser war eine Klage jemenitischer Staatsbürger, deren Angehörige bei US-Drohnenangriffen getötet worden waren. Sie argumentierten, Deutschland trage eine Mitverantwortung, weil die Angriffe technisch über Ramstein abgewickelt worden seien.

    Das Oberverwaltungsgericht Münster gab ihnen 2019 teilweise recht. Die Bundesregierung müsse prüfen, ob die Nutzung Ramsteins völkerrechtskonform sei, und gegebenenfalls gegenüber den USA auf eine rechtmäßige Nutzung hinwirken, urteilte das Gericht.

    Das Bundesverwaltungsgericht hob die Entscheidung 2020 weitgehend auf. Zwar bestätigte es eine grundsätzliche Schutzpflicht des Staates, sah aber kein einklagbares individuelles Recht auf weitergehende Maßnahmen.

    Den vorläufigen Schlusspunkt setzte 2025 das Bundesverfassungsgericht. Deutschland verletze weder Völkerrecht noch Grundgesetz, wenn es die US-Drohnenoperationen über Ramstein nicht stärker kontrolliere, entschieden die Richter. In außen- und sicherheitspolitischen Fragen habe die Bundesregierung einen großen Ermessensspielraum.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    07.03.2026

    Zum Ostermarsch 2026: Trump, Merz und der Iran-Krieg

    Hannover, 7. März 2026

    Seit dem 28. Februar führen die USA und Israel gemeinsame militärische Angriffe auf den Iran durch. Obwohl Präsident Donald Trump versprochen hat, die Beteiligung der Vereinigten Staaten an zerstörerischen ausländischen Kriegen zu beenden, hat er zusammen mit Israel einen massiven militärischen Angriff auf den Iran gestartet, der auf die US – Stärkung und die Schwächung Chinas abzielt. Zugleich geht es ihnen um die reichen Bodenschätze des Iran und um die geopolitische Kontrolle über dieses wichtige geostrategische Land.


    Ähnlich wie seine Vorgänger verlässt sich Trump auf militärische Gewalt, um strategische Interessen der USA zu verfolgen. Seit ihrer Gründung haben die USA mehr als 400 Kriege geführt und allein in den letzten 25 Jahren den Tod von mehr als 940.000 Menschen in Afghanistan , Pakistan, Syrien, Jemen, im Irak und in anderen Konfliktgebieten verursacht. Jeder Angriffskrieg ist ein schweres Verbrechen und die Verantwortlichen, wie jetzt Trump und Netanjahu, müssten entsprechend als Straftäter angezeigt und hinter Gittern gebracht werden. Das Völkerrecht ist für sie überflüssig. Für sie gilt das Faustrecht, die Stärke der Macht. Die Ermordung Unschuldiger und die Zerstörung eines souveränen Landes sind für sie lediglich Kollateralschäden und ihre Raketen und Bomben aus ihrer Sicht reine Militär-maßnahmen, um die Freiheit und die Demokratie zu verteidigen. Ganz große Heuchelei und Verlogenheit.
    Natürlich sind die Mullahs üble Gesellen, die ihr Volk unterdrücken. Viele Menschen im Iran wünschen sich einen Sturz des Regimes. Die iranische Bevölkerung möchte Demokratie, aber niemand begrüßt die jetzigen Bombenanschläge. Die Menschen im Iran haben eine wahnsin-nige Angst, dass sie durch den Hagel von Bomben und Raketen ums Leben kommen.

    Im Jahr 1951 war der Iran auf dem Weg in die Demokratie und in die Unabhängigkeit von den Kolonialmächten. Der demokratisch gewählte Mohammed Mossadegh wollte sein Land befreien. Er verstaatlichte die Ölindustrie und beendete damit das fast 50 Jahre währende britische Monopol auf das iranische Erdöl. Doch diese Entwicklung und Entscheidung passte dem Westen nicht. Mossadegh stand den Interessen der USA und Britanniens im Wege. 1953 stürzten der CIA und der britische Geheimdienst Mossadegh und beendeten die iranische Demokratie. Die USA setzten den Schah als Machthaber ein und Iran wurde zur Marionette der USA. Tausende amerikanische und israelische Berater lenkten dort die Geschicke des Landes. Der Schah unterdrückte mit Zustimmung der USA die Bevölkerung. Oppositionelle wurden verfolgt, gefoltert und hingerichtet. 1979 entlud sich der Zorn der Bevölkerung. Es wollte sich nicht länger unterwerfen. Die Mullahs kamen an die Macht und wandten sich von den USA ab. Seitdem versucht die USA den Iran zurückzuerobern. Jetzt soll dies mit Hilfe des Angriffskriegs gelingen. Völkerrechtswidrige Kriege haben noch nie zur Demokratie und Freiheit geführt, weder im Irak, in Afghanistan noch in Libyen. Demokratie und Freiheit kann man nicht herbeibomben. Was folgte waren Chaos, Bürgerkrieg, Blutvergießen und der isla-mische Terror.

    Weltweit kritisieren viele Staaten den Angriffskrieg auf Iran. Regierungen in Lateinamerika, Asien und Afrika prangern den Angriffskrieg als imperialistische Aggression und eklatante Verletzung des Völkerrechts an und warnen vor einer brandgefährlichen Ausbreitung des Krieges mit globalen katastrophalen humanitären und wirtschaftlichen Folgen.

    Jedoch von deutschen Regierungsverantwortlichen ist keinerlei Verurteilung des Angriffs zu hören. Im Gegenteil: In den Tagesthemen verteidigte Bundeskanzler Merz den Angriff auf Iran durch die USA und Israel. Beide Länder hätten dafür gute Gründe gehabt. Es sei »jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren«. Schon im letzten Jahr lobte Merz Isreaels Iran – Bombardierung mit der Bemerkung: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.“ Sein Lob schloss er mit den Worten: „Ich kann nur sagen: Größten Respekt davor, dass die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“ Diese Aussagen waren und sind klar verfassungs-widrig. weil Artikel 26 des Grundgesetzes Handlungen verbietet, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbe-sondere die Führung eines Angriffskriegs. Strafbar ist seine Unterstützung des Angriffskriegs, weil nach Strafgesetzbuch Paragraph 80 A das „Aufstacheln zu einem Angriffskrieg“ mit einer Freiheitsstrafe von drei bis zu fünf Jahren zu versehen ist. Die Anerkennung des israelischen Angriffskriegs als „Drecksarbeit für uns alle“ steht dazu im eklatanten Widerspruch zur UN-Charta. Dort steht in Artikel 2.3: „Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel bei“.

    Wer als Bundeskanzler einem Verbrechen zustimmt, zu einem Angriffskrieg aufstachelt, verfassungswidrig handelt, das Recht bricht und Streitigkeiten mit gewalttätigen Mitteln regeln will, der ist als Kanzler ungeeignet.


    Screenshot_2026_03_08_at_06_17_00_Trump_Merz_und_der_Iran_Krieg_VVN_Bda_Hildesheim

    Bild: Infoaktion vor dem Hauptbahnhof in Hildesheim am 30.10.2025. Die Bundeswehr hat zwei Wochen lang eine Anwerbepropaganda-Aktion zur Rekrutierung neuer Soldaten auf dem Angoulêmeplatz veranstaltet. Zum Protest dagegen hat sich ein antimilitaristisches Bündnis in Hildesheim gebildet.


    Weltweit kritisieren viele Staaten den Angriffskrieg auf Iran. Regierungen in Lateinamerika, Asien und Afrika prangern den Angriffskrieg als imperialistische Aggression und eklatante Verletzung des Völkerrechts an und warnen vor einer brandgefährlichen Ausbreitung des Krieges mit globalen katastrophalen humanitären und wirtschaftlichen Folgen.
    Jedoch von deutschen Regierungsverantwortlichen ist keinerlei Verurteilung des Angriffs zu hören. Im Gegenteil: In den Tagesthemen verteidigte Bundeskanzler Merz den Angriff auf Iran durch die USA und Israel. Beide Länder hätten dafür gute Gründe gehabt. Es sei »jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren«. Schon im letzten Jahr lobte Merz Isreaels Iran – Bombardierung mit der Bemerkung: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.“ Sein Lob schloss er mit den Worten: „Ich kann nur sagen: Größten Respekt davor, dass die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“ Diese Aussagen waren und sind klar verfassungs-widrig. weil Artikel 26 des Grundgesetzes Handlungen verbietet, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbe-sondere die Führung eines Angriffskriegs. Strafbar ist seine Unterstützung des Angriffs-kriegs, weil nach Strafgesetzbuch Paragraph 80 A das „Aufstacheln zu einem Angriffskrieg“ mit einer Freiheitsstrafe von drei bis zu fünf Jahren zu versehen ist. Die Anerkennung des israelischen Angriffskriegs als „Drecksarbeit für uns alle“ steht dazu im eklatanten Wider-spruch zur UN-Charta. Dort steht in Artikel 2.3: „Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel bei“.
    Wer als Bundeskanzler einem Verbrechen zustimmt, zu einem Angriffskrieg aufstachelt, verfassungswidrig handelt, das Recht bricht und Streitigkeiten mit gewalttätigen Mitteln regeln will, der ist als Kanzler ungeeignet.

    Was ist zu tun

    • Die iranische Bevölkerung ist in ihrem demokratischen Kampf zu unterstützen
    • Der völkerrechtswidrige Iran-Krieg ist auch von Deutschland zu verurteilen
    • Der Iran-Krieg muss sofort beendet werden
    • Keine Unterstützung für die Angriffe auf den Iran beispielsweise durch die Bereitstellung von Infrastruktur, Überflugrechten und Logistik für US-Truppen
    • Die Lieferungen von Waffen und militärischen Komponenten an Israel und die Vereinigten Staaten sind einzustellen
    • Keine Nutzung der US-Militärstützpunkte für den Iran – Krieg in Europa
    • Einen Stopp aller Abschiebungen in den Iran und umliegende Staaten
    • Schutz und Asyl in Deutschland und der EU für alle, die sich dem Krieg entziehen wollen


    Alfred Müller (Buchautor, Fassung vom 6.3.2026 in Überarbeitung eines Leserbriefs vom 5.3. an die Hildesheimer Allgemeine Zeitung zum Artikel vom 4.3.2026: „Merz ist Trumps erfolgreicher Mann“)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Iran ... in Kürze

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. März 2026, 12:52 Uhr


    RTDE-Liveticker-Krieg-gegen-Iran 5.3.2026

    US- und Israel-Angriffe stärken nationalen Zusammenhalt in Iran
    Trotz der Aufrufe von Donald Trump, dass die Iraner "ihr Land von den Führern Irans zurückerobern" sollten, scheinen die Angriffe der USA und Israels viele eher dazu zu bringen, sich hinter der nationalen Flagge zu versammeln, so ein Analyst mit Sitz in Teheran.Abas Aslani, Senior Research Fellow am Center for Middle East Strategic Studies, sagte gegenüber Al Jazeera, dass es statt Aufständen gegen die Führung in Teheran und anderen Städten Versammlungen gegeben habe, um die Angriffe zu verurteilen und das politische System zu unterstützen. "Ein Teil der Gesellschaft hatte gehofft, Trump würde ihnen helfen, weil sie mit der wirtschaftlichen Lage oder sogar dem politischen System unzufrieden waren", so Aslani. "Jetzt wird jedoch deutlicher, dass die USA ihnen nicht helfen."


    Iran: Landesweite Unterstützung für Regierung und Armee
    Am Mittwoch haben in einer Reihe von iranischen Großstädten Demonstrationen gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels stattgefunden.
    In den Straßen Qazvins skandierten die Leute: "Keine Unterwerfung, keine Kapitulation – Krieg gegen Amerika!" Die Menschen forderten Rache und den "Tod für Israel".
    "Wir kämpfen, wir sterben, ohne Kompromisse", riefen die Demonstranten in Ghom.
    Siehe im Video: https://odysee.com/@RTDE:e/Iran--Landesweite-Unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-Regierung-und-Armee:a


    Prank-Opfer: Prinz Reza Pahlavi würde Kriegseintritt Deutschlands gegen Iran begrüßen
    Die russischen Prank-Journalisten Wladimir Kusnezow und Alexei Stoljarow präsentierten im Rahmen der "Show von Wowan und Lexus" eine Aufnahme von Gesprächen mit dem Sohn des letzten Schahs von Iran, Reza Pahlavi. Die Anrufe wurden im Namen europäischer Politiker und Berater des deutschen Bundeskanzlers getätigt. Die Prank-Journalisten kontaktierten Pahlavi im Namen der Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz. Einer von ihnen stellte sich als Adolf vor und erschien im Bild als Adolf Hitler.
    Trotz der provokativen Situation setzte Pahlavi das Gespräch fort und äußerte sich zur möglichen Beteiligung Deutschlands an militärischen Aktionen gegen Iran. "Je mehr Mitglieder diese Koalition gegen das Regime hat, desto besser. Damit nicht nur die Israelis und Amerikaner isoliert dastehen. Es ist für uns natürlich sehr erfreulich, wenn sich mehr Länder diesem Kreuzzug anschließen. Ich bin froh, dass Deutschland eine so entschiedene Haltung einnimmt. Ich hoffe, dass andere diesem Beispiel folgen werden", sagte Reza Pahlavi.
    Siehe im Video: https://rumble.com/v76m9e6-prank-opfer-prinz-reza-pahlavi-wrde-kriegseintritt-deutschlands-gegen-iran-.html


    RTDE-Liveticker-Krieg-gegen-Iran 5.3.2026

    Iran: USA und Israel zielen absichtlich auf zivile Gebiete
    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, hat den USA und Israel vorgeworfen, während des Krieges absichtlich zivile Gebiete anzugreifen.
    "Unser Volk wird brutal abgeschlachtet, während die Aggressoren gezielt zivile Gebiete und jeden Ort angreifen, von dem sie glauben, dass er das größtmögliche Leid und die meisten Todesopfer verursacht", sagte Baghai auf X.
    Diese brutale und völkerrechtswidrige Aggression gegen die Islamische Republik Iran wirke weit über das eigentliche Kriegsgeschehen hinaus: Sie erschüttere die globalen Finanzmärkte, treibe die Energiepreise deutlich nach oben, setze Währungen unter Druck und schwäche dadurch die Kaufkraft vieler Menschen weltweit.


    Italien, Frankreich und Niederlande entsenden Marineeinheiten nach Zypern
    ⁠Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande entsenden in den kommenden Tagen Marineeinheiten nach Zypern, um die Insel zu schützen, teilte der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto dem Parlament mit.
    Das spanische Verteidigungsministerium erklärte in einer Stellungnahme, dass Madrid eine Fregatte entsenden werde. Griechenland und Frankreich gaben an, ebenfalls Einheiten auf die Insel zu entsenden, nachdem am Montag eine britische Luftwaffenbasis dort von einer Drohne iranischer Bauart angegriffen worden war.
    Am Montag wurde auf der Insel der Militärstützpunkt Akrotiri der britischen Royal Air Force im Zuge der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischer Bauart angegriffen. Aus diesem Grund reist auch der britische Verteidigungsminister John Healey nach Zypern. Britischen Medienberichten zufolge wird er am späten Donnerstag auf der Insel eintreffen.


    US-Flugzeuge dürfen französische Basen im Nahen Osten nutzen
    Frankreich hat im Zuge des Iran-Kriegs US-Flugzeugen den Zugang zu einigen seiner Militärbasen im Nahen Osten gestattet, teilte das französische Militär mit.
    "Im Rahmen unserer Beziehungen zu den Vereinigten Staaten wurde die Präsenz ihrer Flugzeuge vorübergehend auf unseren Basen in der Region genehmigt", erklärte eine Sprecherin des Generalstabs gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
    "Diese Flugzeuge tragen zum Schutz unserer Partner am Golf bei."


    Alastair Crooke: Irans Plan – Die USA aus dem Nahen Osten drängen
    Alastair Crooke ist ein ehemaliger britischer Diplomat und Gründer des in Beirut ansässigen „Conflicts Forum“. Zuvor war er Berater für Nahostfragen von Javier Solana, dem EU-Außenpolitikchef. Crooke erläutert Irans Strategie für seine Vergeltungsschläge – wie die USA zermürbt und aus dem Nahen Osten verdrängt werden sollen.
    Siehe im Video: https://www.youtube.com/watch?v=6PuVYovo8bI

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Sozialkahlschlag an der "Heimatfront"

    Aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. März 2026,11:39 Uhr

    RTDE 4.3.2026

    Sozialkahlschlag an der "Heimatfront": Gefügig machen für imperialistische Barbarei

    Von Alexandra Nollok

    Mit der "Reform" der Grundsicherung steht ein ungeheurer Sozialkahlschlag in den Startlöchern, der sich gegen die gesamte Arbeiterklasse richtet. Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun. Die Regierung will die Massen durch Abschreckung für ihren imperialen Kriegskurs auf Linie bringen.

    Im Kampf um die Kontrolle über Märkte und Rohstoffe überziehen die USA die Welt mit kriegerischer Barbarei, im Schlepptau ihre Vasallen, Verzeihung: Wertepartner. Westliche Schlagzeilen sind voller moralinsaurer Erklärungen, warum "böse" Mullahs, "terroristische" Palästinenser, "Drogen schmuggelnde" Venezolaner und "kommunistische" Kubaner zu vernichten seien. Doch der westliche Imperialismus tobt längst an den Heimatfronten, auch der deutschen – mit ähnlich hysterisch-menschenverachtende
    r Propaganda gegen unterprivilegierte Gruppen, um jeden wirksamen Widerstand im Keim zu ersticken.

    Denn in Zeiten eskalierender Kriege um die Neuaufteilung der Welt müssen die Verursacher ihre Bevölkerung gefügig machen. Das geschieht (nicht nur in Deutschland) durch soziale Brutalität: die Zerschlagung von Arbeiterrechten und des Sozial- und Gemeinwesens.

    Nichts weniger plant die Bundesregierung mit ihrer "Neuen Grundsicherung", die sie am Donnerstag unter dem Label "Gerechtigkeit" durch den Bundestag bringen will. Viele Lohnabhängige ahnen wohl nicht, dass sie mit Schweigen oder gar Zustimmung zu diesem Vorgehen ihre eigenen bürgerlichen Rechte zu Grabe tragen.

    Gehorsam durch Abschreckung 

    "Am Donnerstag wird das Bürgergeld abgeschafft", titelte der Stern.  Zwischen den Zeilen schwingt ein "endlich" und irgendwie auch das Märchen vom "aufgeblähten Sozialstaat" mit. Genährt werden soll die Hoffnung, dass durch dessen Einstampfen freigesetztes Geld nun anderen Gruppen zugutekommen werde. Das ist ein Irrglaube, denn klar ist, dass auch diese paar Millionen – mehr wird nicht zu holen sein – in die Kriegskassen fließen werden.

    Tatsächlich geht es nicht um diese Peanuts, sondern um das Erzwingen von Gehorsam durch Abschreckung. Rutscht ein Arbeitsloser nach einem Jahr in die Grundsicherung, können ihn Jobcenter noch härter und schneller als bisher drangsalieren – unabhängig von seinen Problemen, Krankheiten und Fähigkeiten. Eine zu geringe Anzahl belegter Bewerbungen, ein nicht beachtetes "Jobangebot" oder versäumte Termine können bereits zu einer vollständigen Entziehung des Existenzminimums führen.

    Sogar die Krankmeldung will der Staat Erwerbslosen massiv erschweren. Ein Attest vom Hausarzt soll die Behörde nicht mehr anerkennen. Kranke müssten sich dann von einem Amtsarzt begutachten lassen, um ihren Zustand zu belegen. Betroffene, die psychische Probleme haben oder mit der Bürokratie überfordert sind, landen so ruckzuck ohne Geld für Miete, Strom und Essen auf der Straße. Schon jetzt haben etwa 1,2 Prozent der Einwohner Deutschlands kein eigenes Dach über dem Kopf – mehr als eine Million Menschen.

    Auch für nicht sanktionierte Erwerbslose wird es schwieriger, ihre Wohnung zu halten. Die kommunal festgelegten Mietobergrenzen sind angesichts der erheblichen Teuerung schon jetzt fast überall realitätsfern niedrig. Oft findet sich nicht einmal in abgewrackten Plattenbauten eine Bleibe zum verlangten Preis. Und wer zu teuer wohnt, muss den übersteigenden Betrag aus dem Regelsatz zahlen – für Alleinstehende sind das 563 Euro monatlich. Ausnahmen, darunter die Schonfrist im ersten Jahr, sollen nahezu wegfallen.

    Um das durchzusetzen, schwadronieren Politiker und Medien von "Gerechtigkeit". Der Staat dürfe sich von "Faulpelzen" und anderen "Leistungsmissbrauchern" nicht "auf der Nase herumtanzen lassen", heißt es da. Mit dieser Propaganda soll die gesamte Arbeiterklasse gegeneinander aufgehetzt, vom Widerstand abgehalten und zum Schweigen gebracht werden. In Zeiten imperialistischer Eskalation brauchen die Herrschenden gehorsam Schuftende, die sie für ihre kriegerischen Interessen missbrauchen können, ob an der Werkbank oder an der Front. Der Sozialkahlschlag dient der Abschreckung der Massen vom Widerstand.

    Aggression nach außen und innen

    Der Sozialkahlschlag trifft die gesamte Arbeiterklasse in Deutschland. Er eskaliert soziale Unsicherheit, den aggressiven Konkurrenzkampf um Jobs, Wohnungen und Privilegien, nicht zuletzt die Kriminalität. Vor allem aber degradiert er, verbunden mit gegenwärtigen Angriffen auf Arbeiterrechte wie den Achtstundentag, die Beschäftigten zur Verfügungsmasse ohne jede Verhandlungsoption. Die Drohung lautet: Entweder gehorchen oder verhungern. Die Spirale ist nach oben offen, denn klar ist, dass es immer mehr Beschäftigte treffen wird. Die politisch mitverantwortete Wirtschaftskrise hat ihren Höhepunkt längst nicht erreicht.

    Immer mehr mittelständische Firmen rutschen (zugunsten des transatlantischen Großkapitals) in die Pleite, die Arbeitslosenzahlen wachsen kontinuierlich, und die Anzahl freier Arbeitsstellen ist massiv zurückgegangen. Daran sind weder Kriegsflüchtlinge, Arbeitsmigranten noch "faule Arbeitslose" schuld, sondern das Krisensystem.

    Einige Medien schwadronieren zwar immer noch über Fachkräftemangel, zum Beispiel in der Pflege. Sie schreiben aber nicht dazu, woran es tatsächlich liegt: nicht nur an fehlender  staatlicher Ausbildungsförderung, sondern auch daran, dass privatisierte Kliniken und Pflegeheime massiv am Personal sparen, um ihre Kosten zu minimieren – eine kapitalistische Notwendigkeit. Abgesehen davon: Ein beschäftigungsloser Industriemechaniker kann nicht einfach so in die Altenpflege wechseln.

    Letztlich muss die Entrechtung von Arbeitslosen und Erwerbstätigen vor dem Hintergrund des Gesamtbildes politischer Entwicklungen betrachtet werden. Die zunehmenden Aggressionen, mit denen der "Westen" gegen aufsteigende kapitalistische Staaten vorgeht, um sie zugunsten seines Monopolkapitals wirtschaftlich zu schwächen und zu unterjochen, müssen sich auch im Inneren gegen die eigenen Lohnabhängigen richten. Mit einer aufmüpfigen Arbeiterklasse ist nämlich kein imperialistischer Krieg zu gewinnen. Bisher funktioniert ihre spalterische Propaganda recht gut. Wenn das Volk sich schlägt, feiern die Eliten.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Zur Erinnerung: Iran ist das siebente Land auf der Liste

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. März 2026, 12:01 Uhr


    (…) Wie zum Beispiel 2015 in Minsk, als Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts stattfanden, die sich als Täuschungsmanöver der westlichen Allianz erwiesen, gab es auch in Genf lediglich Scheinverhandlungen zur Aufgabe des iranischen Atomprogramms. Dass die USA ganz andere Pläne hatten, zeigt ein kurzer Blick hinter die Kulissen. 2007 enthüllte der Viersternegeneral Wesley Clark, zeitweise Oberbefehlshaber der NATO, skandalöse Interventionsvorhaben der Bush-Administration gegen sieben Länder. Clark sagte, es habe unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan für Regimewechsel und Kriege im Nahen Osten und in Afrika gegeben. Gelistet waren außer Afghanistan der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich der Iran. [1] Die Interventionen gegen sechs Länder wurden nach und nach „abgearbeitet“, nur der Iran war übrig geblieben, und dieser Krieg wird nach Jahren der Intrigen, Hetze und Sanktionen jetzt nachgeholt. (...) . Unter der Regierung von Donald Trump ist vieles anders, chaotischer geworden. Aber Trump führt die US-Politik im Sinne der Wirtschafts- und Finanzeliten sowie des Militärisch-Industriellen Komplexes weiter wie vorgesehen.
    (…)


    Der Iran ist das siebente Land auf der Liste –
    Lüge und Täuschung, wie immer

    Von: Wolfgang Bittner

    (Red.) So ungefähr auf der ganzen Welt wird in diesen Tagen über den von den USA und Israel gestarteten Angriffskrieg gegen den Iran berichtet. Was er bewirkt und wie er enden wird, ist absolut offen. Aber wer dafür verantwortlich ist, ist klar. Wolfgang Bittner macht darauf aufmerksam, dass die USA diesen Schritt schon vor vielen Jahren geplant haben. (cm)

    Die Verhandlungen in Genf zwischen Washington und Teheran über das iranische Atomprogramm schienen gerade zu einem Erfolg zu führen, als am 28. Februar 2026 plötzlich die amerikanischen und israelischen Raketen flogen und der Krieg gegen den Iran begann. Dieser Krieg hat eine lange Vorgeschichte.

    1951 erfolgte – noch während der Pahlewi-Dynastie – unter dem gewählten iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh die Verstaatlichung der Ölindustrie, wogegen die CIA und der britische MI6 mit gezielten Aktionen vorgingen. Daraufhin wurde Mossadegh 1953 im Rahmen einer „Operation Ajax“ entlassen und festgenommen, womit ein laizistischer Staat verhindert wurde und ein internationales Konsortium Zugriff auf die iranischen Ölvorkommen erhielt. 1979 verließ dann der Schah Mohammed Resa Pahlewi das Land, der Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini kehrte aus dem französischen Exil zurück und der Iran wurde eine autoritär geführte islamische Republik.

    Seither steht das Land im Fokus der USA und der Briten und kam nicht mehr zur Ruhe. Es nimmt zwar mit den größten Erdgas- und viertgrößten Erdölvorkommen erheblichen Einfluss auf die Versorgung der Welt mit fossilen Energieträgern. Zudem unterhält es wirtschaftliche Beziehungen zu westlichen Ländern sowie wirtschaftliche und militärische Kooperationsabkommen mit Russland und China. Die erdrückenden Sanktionen der USA, denen sich Großbritannien und die Staaten der Europäischen Union angeschlossen haben, führten jedoch zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Problemen.

    Hinzu kommt, dass der Iran als größte Regionalmacht Vorderasiens eine inoffizielle Militärkoalition anführt, wozu Hamas, Hisbollah und Huthi gehören. Das hat ihm, wie auch anderen Ländern, die sich gegen den verheerenden Einfluss der USA und Westeuropas wehren, deren erbitterte Gegnerschaft eingetragen. So gesehen, ging es Ende Februar 2026 bei dem völkerrechtswidrigen Angriff und der Ermordung Ajatollahs Ali Chamenei, des Nachfolgers von Ruhollah Chomeinis, nur zum Teil um die Beilegung des Atomstreits.

    Wie zum Beispiel 2015 in Minsk, als Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Konflikts stattfanden, die sich als Täuschungsmanöver der westlichen Allianz erwiesen, gab es auch in Genf lediglich Scheinverhandlungen zur Aufgabe des iranischen Atomprogramms. Dass die USA ganz andere Pläne hatten, zeigt ein kurzer Blick hinter die Kulissen. 2007 enthüllte der Viersternegeneral Wesley Clark, zeitweise Oberbefehlshaber der NATO, skandalöse Interventionsvorhaben der Bush-Administration gegen sieben Länder.

    Clark sagte, es habe unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Plan für Regimewechsel und Kriege im Nahen Osten und in Afrika gegeben. Gelistet waren außer Afghanistan der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und letztlich der Iran.[1] Die Interventionen gegen sechs Länder wurden nach und nach „abgearbeitet“, nur der Iran war übrig geblieben, und dieser Krieg wird nach Jahren der Intrigen, Hetze und Sanktionen jetzt nachgeholt.

    Dass die USA damit ein weiteres Pulverfass angezündet haben und die Konflikte mit Russland und China eskalieren, scheint Donald Trump in Kauf zu nehmen – ein Beweis dafür, dass es eine Langzeitstrategie der USA gibt, die unabhängig von der jeweiligen Präsidentschaft funktioniert. Unter der Regierung von Donald Trump ist vieles anders, chaotischer geworden. Aber Trump führt die US-Politik im Sinne der Wirtschafts- und Finanzeliten sowie des Militärisch-Industriellen Komplexes weiter wie vorgesehen.


    Wieder haben die USA, diesmal mit Unterstützung von Israel (ja sogar zusätzlich angetrieben von Israel, Red.), einen mörderischen Krieg begonnen. Welche Auswirkungen er letztlich haben wird und wie er enden wird, ist derzeit nicht absehbar. Aber der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der dem US-Präsidenten am 3. März seine Aufwartung gemacht hat, weiß von der Entwicklung im Iran und den Hintergründen der US-Aggression offensichtlich nichts. Völkerrecht hin oder her, er findet den Angriff auf den Iran nötig und gerechtfertigt.[2] 

    Quellen
    [1] Vgl. Amy Goodman: Syriens Wahrheit, 6.3.2012, www.youtube.com/watch?v=kkE8Gp-nWEs (aufgerufen am 4.3.2026)
    [2] Vgl. www.youtube.com/watch?v=bhomZMUr_eI (aufgerufen am 4.3.2026)


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Der Name, der 12.000-mal in den Epstein-Akten erscheint und den niemand aussprechen will

    uncutnews.ch, vom , Februar 25, 2026Aktuelle Top Ten, Tipp/Must read/Topthema/Aktuell ,  Marcos Paulo Candeloro

    Jeffrey Epstein und die Rothschilds


    Im Februar 2016 schrieb Jeffrey Epstein eine E-Mail an Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und Palantir, mit einem Satz, der es auf die Titelseite jeder Zeitung in der westlichen Welt hätte schaffen müssen: „Wie Sie wahrscheinlich wissen, vertrete ich die Rothschilds.“ Der Satz steht in den Epstein-Akten. Es ist ein offizielles Dokument des Justizministeriums der Vereinigten Staaten. Und die Mainstream-Presse behandelte es so, als wäre es eine Fußnote über das Wetter auf Bermuda.

    Der Name „Rothschild“ erscheint nahezu 12.000-mal in den 3,8 Millionen Seiten, die im Januar 2026 veröffentlicht wurden. Zwölftausend Mal. Zum Vergleich: „Clinton“ erscheint deutlich seltener. Doch im medialen Ökosystem, das Chomsky mit aufgebaut hat, wird die Wiederholung des Namens Rothschild in einem investigativen Kontext automatisch als verschwörungsideologische Wahnvorstellung umklassifiziert. Praktisch, wenn der eigene Name der meistzitierte im größten Kindersexhandelskandal der modernen Geschichte ist.

    Les Wexner, der milliardenschwere Gründer von Victoria’s Secret und Epsteins größter bekannter Förderer, sagte am 18. Februar 2026 unter Eid vor dem House Oversight Committee aus. Gefragt nach den Referenzen, die ihn dazu bewogen hatten, Epstein eine umfassende Generalvollmacht über seine Finanzen zu erteilen, antwortete er schlicht: „Seine persönliche Arbeit für die Rothschild-Familie in Frankreich.“ Er fügte hinzu: „Konkret sprach ich mit Élie de Rothschild. Er vertrat ihre ganze Familie.“ Unter Eid. Vor dem Kongress der Vereinigten Staaten. Wexners Anwalt wurde auf einem offenen Mikrofon dabei ertappt, wie er seinem Mandanten zuflüsterte: „Ich bring dich verdammt nochmal um, wenn du noch eine Frage mit mehr als fünf Wörtern beantwortest.“ Verzweiflung hat erkennbare Symptome.

    Die Dokumente bestätigen, was Wexner enthüllte. Im Oktober 2015 schloss die Southern Trust Company Inc., unter Vorsitz von Epstein und mit Sitz auf den Jungferninseln, einen Vertrag über 25 Millionen Dollar mit Edmond de Rothschild Holding S.A. Gegenstand: „Risikoanalyse“ und „Anwendung bestimmter Algorithmen.“ Fünfundzwanzig Millionen Dollar für einen verurteilten Kindersexualstraftäter, um Algorithmen für die reichste Familie Europas zu betreiben. Wäre dies ein Drehbuch, kein Studio würde es wegen mangelnder Plausibilität kaufen.

    Ariane de Rothschild, seit 2023 CEO der Edmond de Rothschild Group, tauschte dutzende Male pro Monat E-Mails mit Epstein aus. Das Wall Street Journal bestätigte 2023, dass sie ihn nach seiner Verurteilung mehr als ein Dutzend Mal persönlich traf. Die anfängliche Verteidigung der Bank bestand darin, jeglichen Kontakt zu leugnen. Später räumte man ein, die Treffen hätten „im Rahmen ihrer normalen Pflichten“ stattgefunden. Zu den normalen Pflichten gehören offenbar regelmäßige Treffen mit verurteilten Pädophilen.

    2014 schrieb Epstein an Ariane: „Der Putsch in der Ukraine sollte viele Möglichkeiten bieten.“ Viele. Ein wegen sexueller Ausbeutung von Kindern verurteilter Finanzmanager diskutiert geopolitische Chancen mit der Erbin eines 236-Milliarden-Dollar-Bankenimperiums. Das hätte Titelseite sein müssen. Es wurde redaktionelles Schweigen.

    Auf der anderen Seite des Atlantiks hatten WikiLeaks-E-Mails bereits die Beziehung zwischen Hillary Clinton und Lynn Forester de Rothschild offengelegt. Im September 2010 schrieb Clinton, damals Außenministerin, an Lady de Rothschild und entschuldigte sich dafür, Tony Blair von einer privaten Veranstaltung mit den Rothschilds in Aspen abgezogen zu haben, um an Nahost-Verhandlungen teilzunehmen. Der Wortlaut ist wörtlich: „Lassen Sie mich wissen, welche Buße ich Ihnen schulde.“ Die Außenministerin der größten Macht der Welt bittet eine Privatperson um Buße. Im Januar 2015, noch bevor Hillary ihre Kandidatur ankündigte, entwarf Lynn bereits in E-Mails an die Beraterin Cheryl Mills ihre Wirtschaftspolitik: „Wir müssen die wirtschaftliche Botschaft für Hillary ausarbeiten.“ Wer die amerikanische Politik lenkt, steht nicht zwangsläufig auf dem Stimmzettel.

    Alan Dershowitz, Epsteins früherer Anwalt und emeritierter Harvard-Professor, erklärte 2019 öffentlich: „Ich wurde von Lady Lynn Rothschild Epstein vorgestellt. Sie stellte Epstein Bill Clinton und Prinz Andrew vor.“ Der Verbindungsknoten zwischen dem Pädophilen und zwei der mächtigsten Männer des Planeten hatte einen Nachnamen. Und dieser Nachname erscheint 12.000-mal in den Akten.

    Cindy McCain, Witwe von Senator John McCain, fasste die Situation mit einer Offenheit zusammen, die in der politischen Klasse selten ist: „Wir wussten es alle.“ Sie wussten es. Und Schweigen war die kollektive Entscheidung.

    Das Muster, das sich aus den Dokumenten ergibt, ist strukturell klar. Epstein operierte als finanzieller Vertreter der Familie Rothschild. Er nutzte diese Position, um ein Netzwerk aus Milliardären, Politikern und Akademikern aufzubauen. Dieses Netzwerk war das operative Substrat des größten dokumentierten Kindersexhandels in der Geschichte. Und als die Überlebenden zu sprechen begannen, arbeitete die Maschinerie des Schweigens mit bankmäßiger Präzision.

    Die Rothschilds, die Rockefellers, die Warburgs, die Schiffs. Jahrhundertalte Milliardärsdynastien, die Denker von Carroll Quigley bis Olavo de Carvalho als die faktischen Eigentümer der Welt identifizierten. Dynastien, die Imperien, Weltkriege und Revolutionen überleben, weil sie auf einer Macht-Ebene operieren, die der Parteipolitik vorausgeht. Sie schaffen Zentralbanken, finanzieren beide Seiten von Konflikten, installieren und stürzen Regierungen mit der Leichtigkeit eines Krawattenwechsels. Die Presse, die von diesen Vermögen abhängig ist, lernte über zwei Jahrhunderte hinweg, jede Erwähnung dieser Namen als intellektuelle Pathologie zu behandeln. Die Epstein-Akten lieferten auf 3,8 Millionen Seiten die dokumentarische Bestätigung dessen, was diese Denker seit Generationen identifizierten: Es existiert eine Macht-Ebene, die über Regierungen steht, über dem Gesetz operiert und die eigenen Leute mit der Effizienz schützt, die nur jene besitzen, die gleichzeitig Kapital und Narrativ kontrollieren.



    Ariane de Rothschild mit Jeffrey Epstein.


    Die Vereinten Nationen stuften die Epstein-Operation im Februar 2026 als „globales kriminelles Unternehmen“ ein, mit Handlungen, die möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Zwölftausend Erwähnungen des Namens Rothschild in den Dokumenten. Und das Schweigen der Mainstream-Medien ist so ohrenbetäubend, dass es selbst zum größten Beweis geworden ist, dass das System genau so funktioniert, wie beschrieben.

    Wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die Geschichte. Wer die Geschichte kontrolliert, kontrolliert das Schweigen. Und das Schweigen hat in diesem Fall 12.000 Namen.


    Quelle: THE NAME THAT APPEARS 12,000 TIMES IN THE EPSTEIN FILES AND NO ONE WANTS TO SAY


    Das ist noch dümmer und verrückter als der Irakkrieg 06/03/2026


    Der letzte Eintrag: Irak. Syrien. Libanon. Libyen. Somalia. Sudan. Iran. 06/03/2026


    Wie europäische Länder die USA und Israel im Krieg gegen den Iran unterstützen 06/03/2026


    Info: https://uncutnews.ch/der-name-der-12-000-mal-in-den-epstein-akten-erscheint-und-den-niemand-aussprechen-will/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Dem Frieden entgegen  – zum Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schulen

    seniora.org, 6. März 2026, 03.03.2026 Von Eliane Perret - Mit Dank übernommen von zeit-fragen.ch
    Der Wunsch nach Frieden


    «Das Studium fremder Sprachen und Literaturen ist Ansporn und Triebfeder der Erziehung im Geiste der internationalen Verständigung und des Friedens», schrieb Federico Mayor Zaragoza, von 1987 bis 1999 Generaldirektor der Unesco und späterer Leiter der spanischen Stiftung Cultura de paz im Geleitwort des Buches «Dem Frieden entgegen. Ein Lesebuch».1


    Screenshot_2026_03_06_at_20_11_59_csm_BT_Internationaler_Deutschlehrerverband_Dem_Frieden_entgegen_d713aeab54.jpg_JPEG_Grafik_1200_1747_Pixel_Skaliert_32_


    Es soll, wie er das Ziel der Herausgeber beschreibt, «dem Unterricht in fremder Sprache und Literatur neue Impulse, eine neue Bestimmung geben».

    Diese Friedensanthologie wurde 1989 vom Internationalen Deutschlehrerverband herausgegeben und richtet sich an jugendliche Leser   – auch heute noch. Mayor Zaragoza zitiert weitsichtig die Präambel der Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur mit dem darin enthaltenen Leitsatz:

    «Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, müssen auch die Bollwerke des Friedens im Geiste der Menschen errichtet werden.»

    Die Aufgabe der Schule beschreibt er deshalb mit den Worten:

    «Soll aber der Friedensgedanke im Bewusstsein der Heranwachsenden, der Frauen und Männer des 21. Jahrhunderts fest verankert werden, so hat am zweckmässigsten die Schule dafür zu sorgen, dass die Völker mehr voneinander erfahren, bildet doch das gegenseitige Sichkennenlernen ‹die Grundlage der geistigen und moralischen Verbundenheit der Menschheit›.» 

    Im so entstandenen Lesebuch wurden hundert Gedichte und Prosastücke aus fünf Jahrhunderten zusammengetragen   – Wurzeln unserer Kultur. Sie sind eine vielfältige Anregung für den Unterricht, um so dringender angesichts der bedrückenden Weltlage. In ihrer Vielfalt beeindruckend, stimmen die Autoren in ihrem Friedenswillen und ihrer entschiedenen Ablehnung von Gewalt, Zerstörung und Krieg überein. Mayor Zaragoza schreibt dazu:

    «So wenig sich die Autoren in Stil und Empfinden gleichen, so eindeutig bestärken sie den Leser in der lebensnotwendigen Erkenntnis: Wir müssen überwinden, was uns trennt, und fördern, was uns verbindet.»

    Themen, die viele Jugendliche in ihrem tiefsten Inneren ansprechen und ein Hin und Her mit den Erwachsenen in Aussicht stellen, aus dem sie Mut, Klarheit und Zuversicht schöpfen können.

    Beginnend mit dem Gedicht von Ingeborg Bachmann «Nach dieser Sintflut» (siehe Kasten weiter unten) kommen in den drei Teilen «Die Signatur von Krieg und Frieden», «Der Friede als Ziel der Geschichte» und der «Friede als Notwendigkeit» bekannte und weniger bekannte Autoren zu Wort und geben Lehrerinnen und Lehrern vielfältige Möglichkeiten, mit ihren Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Die Zeitspanne, in der die Autoren lebten, reicht vom Mittelalter bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, doch sind ihre Gedichte und Prosatexte leider von grosser Aktualität. 

    Das Redaktionsteam seinerseits umreisst im Begleittext die mit ihrer Friedensanthologie verbundene pädagogische Aufgabe, indem sie festhält:

    «Satzungsgemäss lässt sich der Internationale Deutschlehrerverband bei der Erfüllung seiner Aufgabe vom Geiste der Völkerverständigung leiten. Seine Mitglieder verstehen sich somit nicht bloss als Fremdsprachenlehrer, sondern als Vermittler eines weltumspannenden Friedenswillens.»

    Gerade das muss uns heute zu denken geben. Versteht die heute neoliberal umgedrehte Schule ihren Auftrag auch noch so? Oder ist (Fremd-)Sprachunterricht nicht eher von einer Nützlichkeitsdoktrin geleitet, die allenfalls auch mit KI erledigt werden kann? Dann schlägt er in seiner Aufgabenstellung und Zielsetzung fehl.

    Mit anderen Worten braucht es Bildung, Weitsicht und menschliche Reife, will ein Lehrer den Sprachunterricht nach wie vor als «Ansporn und Triebfeder der Erziehung im Geiste der internationalen Verständigung und des Friedens» gestalten. Nehmen unsere Ausbildungsstätten diesen friedensbildenden und völkerverbindenden Auftrag noch wahr, wie es vor einem halben Jahrhundert noch eine Selbstverständlichkeit war?

    Ein Grund für alle   – in eine pädagogische Aufgabe eingebunden oder nicht   –, sich als Mitmenschen auf das zu besinnen, was wir der heranwachsenden Generation mitgeben wollen und was demnach der Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schule wieder sein muss. «Dem Frieden entgegen» ist dabei eine wichtige Unterstützung und Leitlinie. •

    1 Internationaler Deutschlehrerverband (Hrsg.) (1989). Dem Frieden entgegen. Ein Lesebuch. München: Langenscheidt-Verlag und Leipzig: Verlag Enzyklopädie. In Bibliotheken oder antiquarisch erhältlich.


    Nach dieser Sintflut (1957)

    Ingeborg Bachmann

    Nach dieser Sintflut möchte ich die Taube,
    und nichts als die Taube
    noch einmal gerettet sehn.
    Ich ginge ja unter in diesem Meer!
    flög’ sie nicht aus,
    brächte sie nicht
    in letzter Stunde das Blatt. 


    Quelle: Zeit-Fragen Genossenschaft - Mit Dank und freundlicher Genehmigung übernommen

    https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2026/nr-5-03-maerz-2026/dem-frieden-entgegen-zum-erziehungs-und-bildungsauftrag-von-schulen



    Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/dem-frieden-entgegen-zum-erziehungs-und-bildungsauftrag-von-schulen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Der Wunsch nach Frieden



    Dem Frieden entgegen  – zum Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schulen 06. März 2026 | Bücher, Pädagogik, Schule & Bildung, Erziehung zum Frieden

    «Das Studium fremder Sprachen und Literaturen ist Ansporn und Triebfeder der Erziehung im Geiste der internationalen Verständigung und des Friedens», schrieb Federico Mayor Zaragoza, von 1987 bis 1999 Generaldirektor der…

    Oleg Jasinsky: Zur vierten Wiederkehr des Beginns des Krieges in der Ukraine. 26. Februar 2026 | Ukraine, USA, Russland, Der Wunsch nach Frieden, Ukrainekrieg, Bürgerkrieg, Der Westen gegen Russland

    (Red.)Nachfolgend veröffentlichen wir einen Text zur vierten Wiederkehr des von der NATO und dem „kollektiven kriegerischen Westen“ insgesamt provozierten militärischen Konflikts in der Ukraine. Geschrieben hat ihn Oleg J…

    Schweizer Delegation stösst mit Kuhglockengeläut Dialog mit Russland an 30. Januar 2026 | Schweiz, Russland, Diplomatie, Schule & Bildung, Der Wunsch nach Frieden

     Eine Schweizer Reisedelegation reist mit Kuhglocken nach Moskau, demonstriert für einen Dialog mit Russland - und wird vom neuen Schweizer Botschafter in Moskau Jürg Burri empfangen - ein gutes Zeichen.

    Ein Text von Oleg Jasinski 18. Januar 2026 | Meinungsfreiheit, Der Wunsch nach Frieden, Medienkritik

    Oleg Jasinski* Ich fühle aufrichtig mit den Menschen in Kiew, die heute ohne Heizung und Licht leben müssen, insbesondere mit den älteren Menschen und Kindern. Ganz unabhängig von ihren aktuellen politischen Ansichten. J…

    Bis hierher und nicht weiter! 22. Dezember 2025 | Rechtsstaat, Demokratie, Europa, Der Wunsch nach Frieden, Freiheitsrechte

    Mit ihrem jüngsten Sanktionspaket hat die EU den Militärhistoriker und ehemaligen Oberst der Schweizer Armee und des Schweizer Strategischen Nachrichtendienstes Jacques Baud mit Sanktionen belegt. Jacques Baud ist Schweiz…

    «Palästina 2025  – zwischen Tragödie und Hoffnung?» 15. Dezember 2025 | Völkerrecht, Palästina, Der Wunsch nach Frieden, Klage Südafrika gegen Israel

    Rede von Professor Dr. Hans Köchler, Präsident der International Progress Organization, vor dem Palästina-Ausschuss der Vereinten Nationen in Wien am 1. Dezember 2025

    Ist Deutschland souverän? Kann Deutschland neutral werden? Versuch einer Klärung. 08. November 2025 | Demokratie, Deutschland, Der Wunsch nach Frieden, Souveränität, Neutralität, Friedenspolitik

    (Red. Globalbridge) Während die Schweizer Regierung Ende Februar 2022 die bewährte Schweizer Neutralität massiv beschädigt   – um nicht zu sagen: zerstört   – hat, und während sich auch vermeintlich intelligente L…

    Neutralität auf dem Vormarsch 08. November 2025 | Deutschland, Der Wunsch nach Frieden, Neutralität

    Es geht in Deutschland vorwärts mit dem Neutralitätsgedanken als Friedensimpuls. Beim Gründungskongress des BSW-Jugendverbands (JSW) in Bochum wurde am 26. Juli 2025 mit großer Mehrheit (80 bis 90 Prozent) beschlossen:

    «Vergiss nicht, Corina …» 05. November 2025 | Venezuela, Krieg und Frieden, Kolonialismus, Der Wunsch nach Frieden

    Ich war überrascht über deine Ernennung zur Friedensnobelpreisträgerin durch das Nobelkomitee. Ich erinnerte mich an die Kämpfe gegen die Diktaturen auf dem Kontinent und in meinem Land, Militärdiktaturen, unter denen wir…

    Bericht | Halloween in Russland 03. November 2025 | Russland, Kulturgeschichte

    (Red. Globalbridge) Während auch in der Schweiz aktiv der Russenhass betrieben und gefördert wird   – das Schweizer Radio zum Beispiel mit einem Tagesgespräch mit der deutschen Russenhasserin Katja Gloger, die NZZ mit…

    Wie kann Friedensethik gelingen? 21. Oktober 2025 | OSZE, Der Wunsch nach Frieden, Neutralität, Ost und West

    Der KSZE-Prozess und die Schweizer Neutralität

    Polybios: Der Krieg ist der Vater aller Dinge 27. September 2025 | Krieg, Psychologie, Erziehung, Geschichte, Der Wunsch nach Frieden, Kulturgeschichte der Menschheit, Polybios

    (Red.) Friedrich Liebling   – als Flüchtling in der Schweiz schrieb er damals oft unter dem Pseudonym Polybios*   – war einer der Grossen der Psychologie des letzten Jahrhunderts, der weit über den Tellerrand der…

    Reise in die Zukunft  – Die „World Youth Festival Assembly 2025“ lädt ein 30. Juli 2025 | Demokratie, Russland, Schule & Bildung, Die soziale Natur des Menschen, Der Wunsch nach Frieden, Mulitpolarität

    Wenn sich vom 17. bis 21. September 2025 rund 2.000 junge Menschen aus aller Welt in der russischen Stadt Nischni Nowgorod versammeln, geschieht mehr als ein internationales Treffen. Es ist ein Signal der Jugend an die We…

    André Gide - Eine Würdigung anlässlich des Todes des Literaturnobelpreisträgers 1951 27. Juli 2025 | Kapitalismus, Ethik & Philosophie, Kommunismus, Sozialismus, Der Wunsch nach Frieden, Friedrich Liebling, Kulturgeschichte, André Gide

    (Red.) André Gides Weitsichtigkeit bezüglich der russischen Kultur ist heute so aktuell wie damals. Der Autor dieser schönen Würdigung, Friedrich Liebling, war ein Ausnahmepsychologe, der weit über den Tellerrand der alth…

    Die Welt verliert ihre bisherigen Konturen und formiert sich neu 21. Juli 2025 | Kriegsverbrechen, Der Wunsch nach Frieden, Völkermord, Brics Plus, Israel Exzeptionalismus, Der Westen gegen Russland, Arroganz der Macht

    Die Sorge um den Frieden, Fragen des Überlebens im direkten sowie im übertragenen Sinne bestimmen bedauerlicherweise zunehmend unser Dasein, unseren Alltag. Hatten die Bürger vor 2-3 Jahren noch die Hoffnung darauf, dass…

    Neutralität ist Voraussetzung des Friedens 16. Juni 2025 | Schweiz, Völkerrecht, Neutralität

    Im März 2025 ist in der Schweiz die "Bewegung für Neutralität" gegründet worden. Sie "versteht die Neutralität als Voraussetzung des Friedens und der direkten Demokratie. Denn wer sich Machtblöcken oder militärischen Bünd…

    Jetzt ist er gestorben: Erinnerung an «Pepe Mujica  – El Presidente». 20. Mai 2025

    Meine Generation hat einen naiven Fehler begangen. Wir glaubten, dass sozialer Wandel nur eine Frage der Verhältnisse der Produktion und Verteilung in der Gesellschaft sei. Wir haben die immense Rolle der Kultur nicht erk…

    Ulrike Guérot: Jeanne d’Arc des Friedens, der Freiheit und der Wahrheit? 13. Mai 2025 | USA, Deutschland, Geostrategie, Der Westen gegen Russland

    „Das Motto von Beethovens 9. Sinfonie, 'Alle Menschen werden Brüder', die ja die europäische Hymne ist, gilt auch für die Russen!“(1) sagte die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot im Interview mit den NachDenkSeiten.

    Brief an Edward Lozansky - Eine Stimme des Dankes aus Deutschland an die Rote Armee und an Russland zum 8. Mai 08. Mai 2025 | Der Wunsch nach Frieden

    Sehr geehrter Edward Lozansky*, herzlichen Glückwunsch an das russische Volk zum Tag des Sieges. Seien Sie versichert, dass es in Deutschland Menschen gibt, deren Herzen und Gedanken an diesem besonderen Tag bei Ihnen si…

    Krieg gegen Russland? Das Schicksal von Iwan Nikolajew ist uns eine Mahnung!  – Teil II 29. April 2025 | Geschichte, Der Westen gegen Russland

    (Red. Globalbridge) Iwan Nikolajew wurde am 26. Februar 1907 im Oblast Rostow in Russland geboren. Er starb am 6. Oktober 1988 um 9:55 Uhr in Samara. Er hat seine Einvernahme durch stalinistische Funktionäre zum Anlass ge…

    Krieg gegen Russland? Das Schicksal von Iwan Nikolajew ist uns eine Mahnung!  – Teil I 29. April 2025 | Geschichte, Der Westen gegen Russland

    (Red. Globalbridge) Iwan Nikolajew wurde am 26. Februar 1907 im Oblast Rostow in Russland geboren. Er starb am 6. Oktober 1988 um 9:55 Uhr in Samara. Er hat seine Einvernahme durch stalinistische Funktionäre zum Anlass ge…

    Die Friedensbewegung im Spannungsfeld 17. April 2025 | Deutschland, Meinungsfreiheit, Der Wunsch nach Frieden, Kriegspropaganda, Medienmanipulation, Friedenspolitik

    Vortrag von Doris Pumphrey gehalten auf dem Kongress „Krieg und Frieden“ der Neuen Gesellschaft für Psychologie, Berlin 10. bis 12. April 2025 Die Friedensbewegung ist eine sog. Graswurzelbewegung, die die Mühen durchlau…

    Gefährdet der Rüstungskonzern Rheinmetall in Schwyz die Neutralität? 14. April 2025 | Schweiz, Wirtschaft, Neutralität, Waffen

    Die in der Schweiz hergestellten oder getesteten Waffen werden auch in Kriegsgebiete exportiert. Dagegen hat sich in der Innerschweiz Widerstand formiert.

    „Der allergemeinste Mord“  – Bob Dylans um fast 60 Jahre verspätetes Requiem für John F. Kennedy 27. März 2025 | USA, Demokratie, Geschichte, Meinungsfreiheit, Der Wunsch nach Frieden, Staatsverbrechen

    (Redaktion GlobalBridge) Vor genau fünf Jahren, am 27. März 2020, veröffentlichte Bob Dylan zu Beginn des weltweiten Lockdowns völlig überraschend einen siebzehn Minuten langen Song, mit dem er nichts weniger als den ge…

    „Sag NEIN!“  – Es ist soweit 25. März 2025 | Deutschland, Krieg und Frieden

    Vor fast acht Jahrzehnten schrieb der vom II. Weltkrieg schwer gezeichnete Schriftsteller Wolfgang Borchert (1921-1947) seinen letzten Text: „Dann gibt es nur eins!“ Es wird dringend Zeit, ihn wieder zu lesen. Nicht als B…

    Vom Regen in die Traufe 22. März 2025 | Schweiz, Geopolitik, Europäische Union, Neutralität

    Im Rosenkrieg zwischen den USA und der EU schlägt sich die Schweiz auf die Seite Brüssels   – und entfernt sich damit weiter von ihrer Neutralität.

    Auftritt der Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" am 29. März in Berlin 21. März 2025 | Demokratie, Deutschland, Der Wunsch nach Frieden, Neutralität

    Die Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" nimmt Fahrt auf. Und in den beiden südlichen Nachbarländern gibt es ermutigende Aktivitäten für Erhalt und Ausbau der Neutralität. In der Schweiz ist Anfang März die "Bewegung…

    So wenden wir den Blick ab … und eine Buchempfehlung! 16. März 2025 | Naher Osten, Kriegsverbrechen, Palästina, Medienpropaganda, Gaza

    (Red. Globalbridge) Es ist nachvollziehbar: In diesen Tagen und Stunden ist vor allem das Thema „Trump/Putin/Ukrainekrieg“ im Fokus der Weltöffentlichkeit. Aber   – Globalbridge macht oft darauf aufmerksam   – es…

    „Schwarze Zahlen schreiben“ 16. März 2025 | Medien, Sanktionen, Journalismus, Der Westen gegen Russland

    Die Anfrage war dringend, das Ereignis allerdings schon ein paar Tage alt. „Die kanadische Regierung hat Sie jüngst auf ihre Sanktionsliste gesetzt“, so die E-Mail. „Sie zählen nach Sicht der Regierung in Ottawa demnach z…

    Vorbereitungen auf den Krieg  – Es sind Psychopathen, die ihre Bevölkerungen ins Unglück stürzen wollen 14. März 2025 | Krieg, Deutschland, Der Westen gegen Russland

    In meiner Lokalzeitung lese ich beim Frühstück am 11. März über Kriegsvorbereitungen, und mir bleibt fast der Bissen im Halse stecken. „Wir sind Drehscheibe für die NATO“, heißt es da. Im „Verteidigungsfall wäre Niedersac…

    Aus aktuellem Anlass: Erinnerung an «Pepe Mujica - El Presidente». 12. März 2025 | Demokratie, Uruguay, Menschenbild , Gemeinschaftsgefühl, Der Wunsch nach Frieden

    Was die europäischen Politik-Ignoranten in ihrer Panik denken, sagt der Rheinmetall-Chef Armin Papperger in kruder Geschäftssprache am 15. Februar 2025: „Bevor der Krieg begann, hat man Artilleriemunition nicht viel ge…

    Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" gestartet 18. Februar 2025 | Der Wunsch nach Frieden, Neutralität

    Mit über 120 Erstunterzeichnern   – darunter viele namhafte Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und Schweiz   – und mehr als 20 Organisationen und Initiativen ist am 15. Februar 2025, die Kampagne "Für ei…

    Ralph Bosshard: Was nicht vergessen gemacht werden darf: der Tod im Sumpf 25. Januar 2025

    Wenn am Montag, 27. Januar, des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz gedacht wird, dann dürfen andere Orte des Schreckens nicht vergessen   – oder gar vergessen gemacht   – werden. Es gibt noch viele solche…

    Chaplins Utopie: Seine Schlussrede im Filmklassiker "Der grosse Diktator (Deutsch & English) 19. Januar 2025 | Film, Der Wunsch nach Frieden, Video, Charlie Chaplin, Der grosse Diktator

    Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Freunde, ob ab morgen, nach der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten, etwas Neues, Hoffnungsvolles für mehr Frieden und mehr Menschlichkeit auf unserer Erde sich…

    Pro Memoria: Andreas Mylaeus: Anmerkungen zum Putin Interview mit Dmitri Kiselev 27. Dezember 2024 | Russland, Psychologie, Erziehung, Schule & Bildung, Die soziale Natur des Menschen, Menschenbild , Der Wunsch nach Frieden

    (Red.) Unser Freund und Übersetzer Andreas Mylaeus hat zum Putin Interview (24.03.) heute noch eine Einleitung geschrieben, die wir hier gerne nachreichen. Zum Jahreswechsel bringen wir diesen Beitrag in Erinnerung, weil…

    Provoziert!! 27. Dezember 2024

    Das neue Buch von Scott Horton (AntiWar.com) ist die beste Darstellung über die gemeinsamen Aktionen der US Präsidenten George H.W. Bush, Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden, mit denen s…

    „Friedensmacht Europa“!  – Der Gegenentwurf zum brandgefährlichen Militarismus der Europäischen Union 07. Dezember 2024 | Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden

    Vor den Journalisten und Fotografen gibt man sich gerne als vereinte Kraft   – Roberta Metsola, Parlamentspräsidentin, Ursula von der Leyen, Kommissionspräsidentin, Antonio Costa, Präsident des Europäischen Rates. Ein…

    Rutger Bregman: "Moralische Ambition" Wie bringt man Menschen dazu, ihren Job zu wechseln, um mehr Gutes zu tun? 26. November 2024 | Demokratie, Schule & Bildung, Der Wunsch nach Frieden, Friedenspolitik, Rutger Bregman

    Wie hört man auf, sein Talent zu vergeuden? Und wie schafft man etwas, das wirklich zählt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Buch "Moralische Ambition" des niederländischen Historikers Rutger Bregman. Darin erzä…

    Kriegsgefahr  – Wollen London und Paris vor Trumps Amtsantritt mit einem Krieg vollendete Tatsachen schaffen? 18. November 2024

    Das russische Fernsehen hat am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblich darüber berichtet, wie der französische Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer versucht haben, einen Krieg mit Russla…

    Patrick Baab: Offener Brief an Dr. Sahra Wagenknecht und Katja Wolf 17. November 2024 | Deutschland, Der Wunsch nach Frieden, Ukrainekonflikt, Taurus

    Meine Reise nach Kazan vom 22. bis 26. Oktober 2024 12. November 2024 | Russland, Diskussionskultur, Der Wunsch nach Frieden, Multipolarität, Kulturgeschichte

    «Du hast grosse Lust auf Krieg?» 01. November 2024

    Der hier abgedruckte Text ist ein Vortrag, den Kurt Steinmann im Rahmen von «Erasmus klingt   – Festival Lab» 2024 in Basel gehalten hat.

    Frieden und Stabilität als Basis der weiteren globalen Entwicklung 26. Oktober 2024

    Daniele Ganser: CIA manipuliert Medien 20. Oktober 2024

    Pepe Escobar: Könnte Palästina der Katalysator für eine islamische Renaissance sein? 12. Oktober 2024

    Friedensnobelpreis 2024: Der Wille von Alfred Nobel als rechtliche Verpflichtung 27. September 2024 | Bücher, Nobelpreis, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Nie wieder Krieg

      Krieg muss abgeschafft werden (27. September 2024) Am 11. Oktober wird das «Norwegian Nobel Committee» bekannt geben, welcher Person, Organisation oder Institution für das Jahr 2024 der renommierte Friedensnobelp…

    Ein deutsch-russisches Konzert für den Frieden  – in Izmir, Türkei! 27. September 2024 | Deutschland, Schule & Bildung, Der Wunsch nach Frieden, Nie wieder Krieg, Gewaltfreier Widerstand, Der Westen gegen Russland

    Offener Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten Joe Biden 27. September 2024 | USA, Der Wunsch nach Frieden

    Vortrag von Ministerpräsident Viktor Orbán auf dem 33. Bálványos Sommercamp der Freien Universität und der Studenten 03. August 2024

    Kurzmitteilung: Premierminister Ibrahim kündigt an, dass Malaysia offiziell den Beitritt zu BRICS beantragt 29. Juli 2024 | Der Wunsch nach Frieden, Multipolarität, Brics Plus

    Lawrow unterbreitet der Welt einen Vorschlag für eine gerechtere Weltordnung 17. Juli 2024 | Demokratie, Politik & Wirtschaft, Geschichte, Diskussionskultur, Schule & Bildung, Der Wunsch nach Frieden, Russland im Zangengriff, Multipolarität, Medienmanipulation, Rede Lawrow, Brics Plus, Der globale Süden, Der Westen gegen Russland

    «Im Schatten eines Olivenbaums» 11. Juli 2024 | USA, Israel, Palästina, Schule & Bildung, Die soziale Natur des Menschen, Der Wunsch nach Frieden, Nakba

    Orban: «Es gibt keinen dritten Weg, nur einen dritten Weltkrieg» 16. Juni 2024 | Geschichte, Ungarn, Schule & Bildung, Berlin, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Nie wieder Krieg

    14. Juni 2024   – In einer beeindruckenden Demonstration bekundeten über hunderttausend ungarische Bürger ihren Willen zum Frieden. Minutenlang applaudierten sie ihrem Ministerpräsidenten, schon bevor dieser mit seine…

    Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist für Friedensverhandlungen, sowohl in Europa als auch in den USA 15. Juni 2024 | Der Wunsch nach Frieden, Russland im Zangengriff, USA/NATO, Militär-Industrieller-Komplex

    Pepe Escobar: Putins und Xis Umarmung warnt die USA eindringlich, während Irans Raisi die Szene verlässt 23. Mai 2024 | Demokratie, Iran, China, Russland, Diplomatie, Politik & Wirtschaft, Geld & Dollarkrise, Analyse, Der Wunsch nach Frieden, Multipolarität, Pepe Escobar, Entdollarisierung, Brics Plus, US-Hegemonie

    Anti-Spiegel: Die gesamte Pressekonferenz von Putin nach dem Chinabesuch 19. Mai 2024 | China, Russland, Diplomatie, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Brics Plus, Der globale Süden, US-Hegemonie, Uno-Charta

    PATRICK LAWRENCE: Ðiên Biên Phú zum 70. 16. Mai 2024 | Vietnam, Meinungsfreiheit, Gemeinschaftsgefühl, Der Wunsch nach Frieden, Gaza, Völkermord, Patrick Lawrence

    An der Wahrheit festhalten 03. Mai 2024 | Indien, Der Wunsch nach Frieden, Gewaltfreier Widerstand

    Dieter Hallervorden (88) fest auf der Seite der Unterdrückten: GAZA - GAZA 03. Mai 2024 | Israel, Gaza, Völkermord, Künstler gegen Krieg

    Chas Freeman: Iran zerschmettert US-Macht im Nahen Osten 20. April 2024 | USA, Israel, Völkerrecht, Nuklearwaffen, Der Wunsch nach Frieden, Neutralität, Atomkrieg, Mulitpolarität, Der globale Süden, Uno-Charta

    Apathie und Schockstarre  – Warum bleiben die Ängste vor einer Ausweitung des Krieges stumm und folgenlos? 18. März 2024

    Die Jugend des Globalen Südens strömt ins "isolierte" Russland 13. März 2024

    Mit einem Russland-freundlichen Buch quer durch Deutschland 12. März 2024 | Russland, Bücher, Deutschland, Schule & Bildung, Der Wunsch nach Frieden, Erziehung zum Frieden, Medienpropaganda

    Deutsche Atomwaffengegner auf der Anklagebank 11. März 2024 | Deutschland, Schule & Bildung, Grundgesetz, Atomwaffen, Jugoslawien-Krieg, Der Wunsch nach Frieden, Krieg gegen Russland, Atomkrieg, Der Totale Krieg, Friedenspolitik, Natoverbrechen

    Willy Wimmer: Der grüne Krieg 10. März 2024 | Deutschland, Machtwahn, Der Wunsch nach Frieden, Kriegspropaganda

    Brief an Bundskanzler Scholz zu Taurus-Lieferungen, Krieg, Uno-Charta, Völkerrecht, Freiheitsrechte als Schutz vor dem Staat 05. März 2024 | Völkerrecht, Deutschland, Die soziale Natur des Menschen, Krieg und Frieden, Stepan Bandera, Der Wunsch nach Frieden, Krieg gegen Russland, Spindoctors, Medienmanipulation, Uno-Charta, Freiheitsrechte

    Der IGH bestreitet Behauptungen über unanfechtbare moralische Ziele und erschüttert das westliche Machtgefüge 03. Februar 2024 | Israel, Völkerrecht, Palästina, Der Wunsch nach Frieden, Gaza, IGH, Klage Südafrika gegen Israel

    Konzert anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung Leningrads von den Nazis 01. Februar 2024 | Russland, Deutschland, Nationalsozialismus, Schule & Bildung, Rassismus, Der Wunsch nach Frieden, Nie wieder Krieg

    Bhadrakumar: IGH-Urteil zum Gaza-Streifen steht bevor 28. Januar 2024 | Israel, Schule & Bildung, Analyse, Der Wunsch nach Frieden, IGH, Klage Südafrika gegen Israel, M.K. Bhadrakumar

    (Red.)M. K. Bhadrakumar hat vor der Entscheidung des IGH seine sehr beachtenswerte Einschätzung mitgeteilt. In diesem post ist als Einschub auch das Transkript der im Artikel angesprochenen Rede des UN-Generalsekretärs im…

    Bhadrakumar: Ein Jahrestag, den der Westen lieber vergessen würde 17. Januar 2024 | Russland, Geschichte, Deutschland, Die soziale Natur des Menschen, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Krieg gegen Russland

    BRICS-Mitglied Südafrika zieht gegen Zionismus vor Gericht 13. Januar 2024 | USA, Israel, Völkerrecht, Deutschland, Schule & Bildung, Pepe Escobar, Gaza, Völkermord, IGH, Klage Südafrika gegen Israel

    Ein Riss in der 75 Jahre alten Mauer der Straflosigkeit: Südafrikas gerichtliche Schritte gegen den israelischen Völkermord 11. Januar 2024 | Völkerrecht, Menschenrechte, Kolonialismus, Völkermord, Apartheid, IGH

    Patrick Lawrence: Der Außenseiter unter uns 08. Januar 2024 | Journalismus, Menschenbild , Der Wunsch nach Frieden, John Pilger, Patrick Lawrence, Sauberer Journalismus

    Mearsheimer: Völkermord in Gaza 07. Januar 2024 | Israel, Völkerrecht, Palästina, Südafrika, Gaza, Völkermord, Hamas, IGH

    (Red.) Dieser Artikel ist in mehrfacher Hinsicht sehr bemerkenswert. Erstens sieht man hier, das sich redliche Menschen eingestehen können, eine Fehleinschätzung vorgenommen zu haben und dies auch öffentlich deutlich mach…

    Die Welt hat John Pilger verloren 31. Dezember 2023 | Medien, Meinungsfreiheit, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, John Pilger

    Der Fortbestand der Dominanz Washingtons über die UNO 19. Dezember 2023 | Demokratie, Völkerrecht, Geopolitik, UNO, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, USA gegen Russland, Charta der Vereinten Nationen, Thierry Meyssan

    «Sagen wir nein zu den Kriegen, ja zum Frieden und ja zum Überleben des Planeten» 30. November 2023

    Gideon Levy: Der zionistische Tango: ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts 29. November 2023 | USA, Israel, Palästina, Der Wunsch nach Frieden, Gaza, Israel Exzeptionalismus, Gideon Levy, AIPAC

    Harald Kujat: «Die Ukraine kann diesen Krieg nicht gewinnen» 26. November 2023 | Deutschland, Analyse, Russland im Zangengriff, USA/NATO, Ukrainekrieg

    Craig Mokhiber: «Herr Hochkommissar, wir haben erneut versagt.» 20. November 2023 | Völkerrecht, Menschenrechte, UNO, Der Wunsch nach Frieden

    Roger Waters äußert sich zu den Vorwürfen in Deutschland & dem Israel-Gaza-Konflikt 19. November 2023 | Israel, Palästina, Der Wunsch nach Frieden, Gaza, Video-Interview

    Chris Heges: Brief an die Kinder in Gaza 09. November 2023 | Medien, Israel, Palästina, Der Wunsch nach Frieden, Gaza

    Offener Brief von Oliver Ginsberg: Schluss mit der Anmaßung für Juden zu sprechen 09. November 2023 | Israel, Integration, Palästina, Zionismus, Der Wunsch nach Frieden, Medienkritik

    An die Unterzeichnenden des Offenen Briefes, als Nachkomme einer jüdischen Familie, die unter dem Faschismus bis auf eine Person ausgelöscht wurde melde ich hiermit meinen schärfsten Protest an gegenüber ihrer Anmaßung…

    Ein Brief an die New York Times am Samstag, den 4. Dezember 1948 von Albert Einstein, Hannah Arendt, Sidney Hook, et.al. 08. November 2023 | Israel, Geschichte, Kriegsverbrechen, Palästina, Zionismus, Der Wunsch nach Frieden

    Buchempfehlung (31.10.2023): Nur durch Frieden bewahren wir uns selber 01. November 2023 | Bücher, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden

    Putin Rede über israel-palest. Tragödie zu religiösen Führern + Gespräch 27. Oktober 2023 | Russland, Israel, Palästina, Ethik, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden

    Professor Ilan Pappé  – Krise des Zionismus, Chance für Palästina? 25. Oktober 2023 | Israel, Geschichte, Palästina, Ethik & Philosophie, Der Wunsch nach Frieden, Gaza, Hamas, Ilan Pappé

    Putin: Rede und Diskussion beim Valdai-Treffen in Sochi am 05. Oktober 2023 21. Oktober 2023

    Doctorow: Göttliches Eingreifen und das Ende des Krieges in der Ukraine 05. Oktober 2023 | USA, Demokratie, Geld & Dollarkrise, Analyse, Der Wunsch nach Frieden, Gilbert Doctorow

    3. Oktober 2023  – „Tag der Deutschen Einheit“ 03. Oktober 2023 | Deutschland, Kriegsverbrechen, Faschismus, Krieg gegen Russland, USA/NATO, Ukrainekrieg

    Oasen der Freiheit - Anarchistische Streifzüge 06. August 2023 | Der Wunsch nach Frieden, Blockfreiheit, Video

    Am Strand: Notizen aus einem finnischen Golfresort 16. Juli 2023 | Russland, Kultur, St. Petersburg

    Söhne und Töchter der "Weißen Emigration" Russlands kehren in die Gemeinschaft zurück 10. Juni 2023 | Russland, Analyse, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Gilbert Doctorow

    Anzeige in der New York Times: "Die USA sollten eine Kraft für den Frieden in der Welt sein" 29. Mai 2023 | Medien, Analyse, Der Wunsch nach Frieden, Krieg gegen Russland, Ukrainekrieg, Gilbert Doctorow

    Putins Reden zwischen 2001 und 2022 zeigen, wie wichtig ihm Geschichte ist 28. April 2023 | Politik, Geschichte, Der Wunsch nach Frieden

    «Der Konflikt in der Ukraine wurde vom Westen angezettelt» 26. April 2023 | Der Wunsch nach Frieden, Globalbridge, Ukrainekonflikt

    Ein Leserbrief zum Beitrag "Sind die Chinesen nett?" 21. April 2023

    Russlands neues außenpolitisches Konzept wird einen grundlegenden Wandel in der Innenpolitik des Landes einleiten 04. April 2023

    Wieder Bücher lesen! 27. März 2023 | Geschichte, Bücher, Bildung, Analyse, Krieg und Frieden, Der Wunsch nach Frieden, Russland im Zangengriff

    Die USA heizen den syrischen Hexenkessel auf 26. März 2023 | USA, Iran, China, Russland, Syrien, Türkei, Kriegsverbrechen, Der Wunsch nach Frieden, Westasien


    hervorgehobene Beiträge

    Empfehlungen


    Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden


    Info: unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    06.03.2026

    Was passiert auf dem japanischen Anleihemarkt?

    Screenshot_2026_03_06_at_19_07_15_Was_passiert_auf_dem_japanischen_Anleihemarkt


    Im Jahr 1986, während der japanischen Spekulationsblase, wurde die Tokioter Börse zu einer der größten Börsen der Welt.

    Japan galt lange Zeit als beruhigende Ausnahmeerscheinung: ein Land, das unbegrenzt Kredite aufnehmen kann – heute fast 250 % des BIP – ohne jemals eine größere Wirtschaftskrise auszulösen. Dieses Privileg ist nun in Gefahr.


    Fr. 06 Mär 2026,  Auguste Maxime


    „Die Finanzlage unseres Landes ist zweifellos äußerst schlecht, schlechter als die Griechenlands.“ Im Mai 2025 sprach Premierminister Shigeru Ishiba vor dem Parlament Klartext. Er plädierte dafür, Forderungen nach Steuersenkungen, die durch weitere Schulden finanziert werden sollten, vor dem Hintergrund weitreichender Zinserhöhungen abzulehnen. Dies war eine seltene Äußerung in der von Konsens geprägten Kultur Japans.

    Anleiherenditen messen die Glaubwürdigkeit eines LandesDer Markt für Staatsanleihen, über den Regierungen direkt von Anlegern Geld gegen eine Rendite leihen, steht besonders im Fokus. Er gilt als rationaler als der Aktienmarkt, und die täglichen Handelsvolumina sind höher. Der Zinssatz, also die „Miete für Geld” über einen bestimmten Zeitraum, fungiert als Barometer. Er misst in Echtzeit die finanzielle Glaubwürdigkeit eines Landes aus Sicht seiner Gläubiger.

    Staatsanleihen bieten geringere Renditen als Aktien, dafür aber ein geringeres Risiko. Sie ziehen langfristige Sparer an – Kapital aus Pensionsfonds, Rentenfonds, Lebensversicherungen und Staatsfonds –, die Vorhersehbarkeit gegenüber Performance bevorzugen.

    Zwei Faktoren können diese Zinssätze jedoch nach oben treiben. Der erste Faktor ist das Vertrauen. Wie Walter Bagehot in „Lombard Street” schrieb: „Kredit – die Bereitschaft eines Menschen, einem anderen zu vertrauen – ist äußerst variabel.” Wenn das Vertrauen schwankt, verlangen Investoren eine höhere Risikoprämie, um weiterhin Kredite zu vergeben.

    Der zweite Faktor ist die Inflation. Kredite zu vergeben bedeutet, das Risiko einzugehen, dass die Rückzahlung in einer abgewerteten Währung erfolgt. Ein rationaler Kreditgeber rechnet damit und verlangt eine Rendite, die über der erwarteten Inflation liegt, um eine positive Realrendite zu erzielen. Je höher also die Inflationserwartungen sind, desto höher ist der erforderliche Zinssatz.

    Bond Vigilantes sind große Inhaber von Schuldverschreibungen, die, wenn sie glauben, dass das Risiko eines Zahlungsausfalls oder einer Inflation steigt, ihre Anleihen massenhaft verkaufen. Dieser Verkaufsdruck führt zu einem Preisverfall und damit automatisch zu einem Anstieg der Renditen. Der Markt sendet dann ein eindeutiges Signal an die betreffende Regierung: Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel und die Kosten ihrer Schulden werden steigen.

    „Früher dachte ich, wenn es eine Reinkarnation gäbe, würde ich gerne als Präsident, Papst oder Baseballspieler mit einer Trefferquote von 400 zurückkommen. Aber jetzt möchte ich als Anleihemarkt zurückkommen. Dann kann man alle einschüchtern“, fasste James Carville, Berater von Bill Clinton, 1993 zusammen.

    Wie kam es zu dieser hohen Verschuldung der japanischen Regierung?

    Die massive Verschuldung Japans ist das Ergebnis von mehr als dreißig Jahren fortlaufender Schuldenübertragungen zwischen Wirtschaftsakteuren als Reaktion auf wiederholte Krisen, mit denen das Platzen einer Kreditblase verhindert werden sollte.

    Der private Sektor

    In den 1980er Jahren erlebte die japanische Wirtschaft einen beispiellosen Kreditrausch. Haushalte nahmen Kredite auf, um Immobilien zu kaufen, Unternehmen liehen sich Geld, um zu investieren und zu spekulieren, und Banken vergaben Kredite mit beunruhigender Leichtigkeit. Die Aktien- und Immobilienpreise schossen in die Höhe und befeuerten die berühmte „japanische Blase”.

    Screenshot_2026_03_06_at_19_08_04_nikkei225_historical_chart_1024x521.jpg_JPEG_Grafik_800_407_Pixel_

    Historische Entwicklung des Nikkei 225-Index seit 1965 auf einer linearen Skala. Quelle: Guiding Data


    Der Crash kam 1990 und war brutal: Der Aktienmarkt verlor bis zu 80 % seines Wertes, während die Immobilienpreise in den Großstädten um 60 bis 70 % fielen. Die Banken blieben auf erheblichen Forderungsausfällen sitzen, der private Konsum und die Investitionen brachen ein, und es kam zu einer Deflation. Es war ein Teufelskreis, in dem fallende Preise die Stagnation noch verstärkten. Dies war der Beginn der „verlorenen Jahrzehnte”.

    Die Regierung

    Angesichts des Zusammenbruchs der Wirtschaftstätigkeit im privaten Sektor griff die Regierung ein, um eine Depression ähnlich der von 1929 zu verhindern. Sie startete eine Reihe von Konjunkturprogrammen: große Infrastrukturprojekte, Unterstützung für Unternehmen und erhöhte Sozialausgaben in einer von einer alternden Bevölkerung geprägten Gesellschaft.

    Diese Maßnahmen wurden durch massive Emissionen von Staatsanleihen finanziert. Die Staatsverschuldung, die 1990 etwa 60 % des BIP ausmachte, stieg in den 2000er Jahren auf über 100 %. Im Jahr 2010 überschritt sie 200 % und erreichte während der Covid-Krise einen Höchststand von etwa 255 % des BIP, bevor sie wieder leicht zurückging.

    Diese Entwicklung vollzieht sich in einem Umfeld extrem niedriger, sogar negativer Inflation, was die Beibehaltung sehr niedriger Zinssätze begünstigt. Die Käufer dieser Schulden sind hauptsächlich inländische Akteure: Banken, Versicherungen, Pensionsfonds, Sparer – sowie die Zentralbank.

    Die Zentralbank

    Die Bank of Japan (BoJ) interveniert seit 2001 durch quantitative Lockerung. Da die Nachfrage des privaten Marktes nicht in der Lage war, die kolossalen Mengen an Anleihen, die vom Finanzministerium ausgegeben wurden, aufzunehmen, ohne einen starken Anstieg der Zinsen zu verursachen, schuf die BoJ Geld aus dem Nichts, um Staatsanleihen und andere Finanzanlagen direkt zurückzukaufen.

    Dieser Mechanismus nahm ab 2013 beispiellose Ausmaße an. Die Zentralbank absorbierte schließlich so große Mengen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt fast die Hälfte aller ausstehenden Staatsanleihen hielt. Ihre Bilanzsumme, die im Jahr 2000 bei rund 100 Billionen Yen lag, erreichte 2024 einen Höchststand von fast 750 Billionen Yen – was dem jährlichen BIP des Landes entspricht.

    Durch ihre unkonventionelle Politik hielt die BoJ die Zinsen bis 2024 nahe Null oder sogar im negativen Bereich und erleichterte so die Refinanzierung der Staatsschulden trotz ihres explosiven Wachstums. Diese Politik trug auch zu einer anhaltenden Schwächung des Yen bei und stützte die Exporte des Landes.

    Warum steigen die Zinsen in Japan?

    Seit 2022 ist die Rendite der japanischen 10-jährigen Staatsanleihe – der Marktbenchmark, der 10-jährigen JGB – dramatisch gestiegen. Sie stieg von rund 0,13 % am 1. Januar 2022 auf fast 2,24 % Anfang 2026, was einer mehr als siebzehnfachen Steigerung in vier Jahren entspricht. Dies ist eine außergewöhnliche Veränderung für eine Wirtschaft, die seit fast drei Jahrzehnten an Zinssätze nahe Null gewöhnt ist.


    Screenshot_2026_03_06_at_19_08_29_HAul5Jna0AAqIK6.jpg_JPEG_Grafik_800_472_Pixel_

    Japan war nie ein überzeugendes Argument für die US-Verschuldung – Quelle: Jack Salmon


    Am 19. und 20. Januar 2026 lösten massive Verkäufe japanischer Staatsanleihen einen Ansteckungseffekt auf den globalen Märkten aus, darunter auch auf dem US-Anleihemarkt. 10-jährige JGBs fielen und vernichteten damit einen Wert von etwa 41 Milliarden US-Dollar aus einem geschätzten Gesamtvolumen von 7,2 Billionen US-Dollar. Am stärksten betroffen waren Anleihen mit sehr langen Laufzeiten zwischen 30 und 40 Jahren. Ihre Renditen stiegen innerhalb einer einzigen Sitzung um rund 25 Basispunkte (0,25 %) auf über 4,2 %.

    Der Anstieg der Zinsen in Japan lässt sich durch die Rückkehr der Inflation erklären. Der Archipel ist in hohem Maße von Importen für seine Energie und Rohstoffe abhängig. Wenn die globalen Preise steigen, „importiert” Japan Inflation in seine Binnenwirtschaft. Die Inflation scheint nun strukturell zu sein, gestützt durch Lohnerhöhungen, was einen Kreislauf auslöst, in dem sich Löhne und Preise gegenseitig verstärken.

    Der zweite Grund sind wachsende Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit der Staatsverschuldung. Eine äußerst aggressive Fiskalpolitik – massive Konjunkturpakete, Energiesubventionen, erhöhte Militärausgaben und Maßnahmen zur Wahlunterstützung – schürt Ängste vor einem starken Anstieg der Verschuldung und zusätzlichem Inflationsdruck. Unter der Regierung von Sanae Takaichi im Jahr 2026 verstärkte diese Haltung die Risikoprämienforderungen der Anleger und führte zu einem starken Anstieg der langfristigen Zinssätze.

    Als Reaktion auf die Rückkehr der Inflation begann die Bank of Japan, ihre Geldpolitik zu straffen. Mit anderen Worten: Sie verteuert Kredite. Sie erhöht ihre Leitzinsen und führt schrittweise eine quantitative Straffung durch, d. h. sie reduziert ihre Bilanz durch den Verkauf zuvor gekaufter Anleihen. Dadurch steigt das Angebot an Anleihen auf dem Markt, was automatisch zu einem Anstieg der Zinsen führt. Der Anstieg der Renditen bremst dann die Wirtschaftstätigkeit, was dazu beiträgt, den Inflationsdruck einzudämmen.

    Diese Maßnahme hat jedoch erhebliche Kosten zur Folge: Der Anstieg der Zinsen erhöht die Zinslast, die der Staat für seine Staatsschulden zu tragen hat, erheblich. Je stärker die Renditen steigen, desto mehr verschlingt der Schuldendienst einen erheblichen Teil des Haushalts, was die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen untergräbt.

    Die BoJ steht somit vor einem Dilemma, aus dem es keinen Ausweg gibt. Wenn sie eine Zinserhöhung zulässt, um die Inflation zu bekämpfen, riskiert sie letztlich eine Staatsschuldenkrise, da die Finanzierung des Staates dadurch untragbar wird. Wenn sie hingegen die Staatsverschuldung in großem Umfang monetarisiert, setzt sie sich einer starken Abwertung ihrer Währung, des Yen, aus.

    Rückführung von im Ausland gehaltenen Vermögenswerten

    Japan hat eine kolossale Staatsverschuldung von über 250 % seines BIP angehäuft, ist aber gleichzeitig einer der weltweit führenden Nettogläubiger geblieben. Ende September 2025 belief sich seine Nettoauslandsposition auf rund 3,663 Billionen US-Dollar.

    Screenshot_2026_03_06_at_19_10_08_chart.png_PNG_Grafik_800_509_Pixel_


    Japanische Investoren überlassen den Reflationshandel den Ausländern – Quelle: Reuters


    Dieser externe Reichtum ist zum Teil auf jahrzehntelange Leistungsbilanzüberschüsse zurückzuführen: Die Exporte und im Ausland erzielten Erträge haben die Importe bei weitem übertroffen, wodurch beträchtliche nationale Ersparnisse angehäuft wurden.

    Die seit fast 30 Jahren zur Eindämmung der Deflation verfolgte Politik der extrem niedrigen Zinsen der Bank of Japan hat japanische Investoren – Banken, Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds und Privatpersonen – dazu veranlasst, ihr Kapital in großem Umfang im Ausland anzulegen und vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien Anleihen, Aktien und Unternehmen zu erwerben.

    Diese Entwicklung wurde durch Carry-Trades verstärkt: Kredite in Yen zu einem Zinssatz von praktisch null Prozent werden aufgenommen, um in Vermögenswerte mit deutlich höheren Renditen im Ausland zu investieren. Seit mehr als drei Jahrzehnten hat dieser Mechanismus dazu beigetragen, Japan zum weltweit größten Nettogläubiger zu machen.

    Heute halten japanische institutionelle Anleger zwischen 5 und 7 Billionen US-Dollar an ausländischen Vermögenswerten. Davon sind etwa 1,3 Billionen US-Dollar in US-Staatsanleihen investiert, die Ende Dezember 2025 fällig werden, wodurch Japan zum größten ausländischen Gläubiger der USA wird. Der GPIF, der weltweit größte Pensionsfonds, investiert fast die Hälfte seines Vermögens in ausländische Anleihen und Aktien.

    Mit steigenden Zinsen in Japan könnte sich die Situation jedoch ändern. Mehrere Analysten, insbesondere bei Goldman Sachs und HSBC, rechnen mit einer teilweisen Rückführung dieser Mittel in den heimischen Anleihemarkt. Ein solcher Schritt könnte die Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen stützen, ihre Renditen stabilisieren und den Yen stärken.

    Dennoch bleiben die Behörden vorsichtig: Selbst eine begrenzte Rückführung könnte zu plötzlichen Anpassungen an den globalen Märkten führen. Diese seit 30 Jahren exportierten Ersparnisse stellen nun einen kurzfristigen Hebel für die öffentlichen Finanzen und die japanische Währung dar.

    Wann wissen wir, dass ein Land bankrott ist?

    Mit steigender Schuldenlast eines Landes wird es immer schwieriger, das richtige Gleichgewicht bei den Zinssätzen zu finden. Die Renditen müssen attraktiv genug bleiben, um Investoren zum Kauf neuer Anleihen zu bewegen, ohne dass die Zinslast so stark steigt, dass sie für die öffentlichen Finanzen untragbar wird.

    Laut Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, bricht eine Staatsschuldenkrise genau dann aus, wenn steigende Zinsen zu erheblichen Verlusten in der Bilanz der Zentralbank führen, die riesige Mengen an Staatsanleihen hält. Wenn diese Verluste zu hoch werden und die Institution mit Liquiditätsproblemen konfrontiert ist, kann sie gezwungen sein, Geld zu schaffen, um diese Verluste aufzufangen, wodurch sie indirekt die Staatsverschuldung monetarisiert.

    Das Risiko ist dann nicht mehr rein fiskalischer Natur, sondern wird zu einem monetären Risiko: Die Geldmenge steigt, die Währung verliert an Wert, das Vertrauen in ihren realen Wert schwindet – was die importierte Inflation anheizt und möglicherweise einen Teufelskreis auslöst. Derzeit verursacht der Anstieg der Zinssätze in Japan Buchverluste in der Bilanz der Zentralbank, ohne dass diese jedoch zu einer massiven Geldschöpfung gezwungen wäre.

    Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2025 hat eine Anomalie die Aufmerksamkeit von Ökonomen wie Luke Gromen auf sich gezogen: Der Yen wertet gegenüber dem Dollar weiter ab – im Februar 2026 erreichte er fast 156 JPY/USD –, obwohl die Rendite 10-jähriger japanischer Anleihen von rund 1,8 % auf über 2,2 % bei ihrem jüngsten Höchststand stieg und sich Anfang März bei etwa 2,10 % stabilisierte.


    Screenshot_2026_03_06_at_19_10_44_HAZ3hdEXsAA0xgu.jpg_JPEG_Grafik_800_604_Pixel_Skaliert_92_

    schwächt sich der Yen weiter ab. Quelle: Luke Gromen


    Die von Gromen hervorgehobene Grafik veranschaulicht dieses Phänomen: Die blaue Linie stellt die Differenz zwischen der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen und der Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen dar (10y UST-Rendite – 10y JGB-Rendite), während die rote Linie dem USD/JPY-Wechselkurs entspricht. In der Vergangenheit zeigten diese beiden Kurven eine starke positive Korrelation.

    Normalerweise führt eine Ausweitung des Renditeabstands – d. h. wenn sich die US-Renditen weiter von den japanischen Renditen entfernen – zu einer Abwertung des Yen, da Carry Trades attraktiver werden: Investoren leihen sich Yen zu niedrigen Kosten, um in höher verzinsliche Dollar zu investieren. Umgekehrt sollte eine Verringerung des Spreads, d. h. ein relativer Anstieg der japanischen Renditen, logischerweise das Interesse an Carry Trades verringern und zu einer Aufwertung des Yen führen.

    Der jüngste Anstieg der japanischen Renditen, der die Differenz zu den US-Zinsen verringert hat (fallende blaue Linie), hat jedoch nicht zu der erwarteten Aufwertung des Yen geführt (rote Linie). Dies deutet darauf hin, dass die Anleger die Nachhaltigkeit der japanischen Staatsverschuldung bei diesen Zinsniveaus anzweifeln und eine Intervention der Bank of Japan erwarten, um die Zinslast zu verringern und einen Inflationszyklus wieder in Gang zu bringen.

    Fazit

    Jahrzehntelang profitierte Japan von einer außergewöhnlichen Kombination von Faktoren: praktisch keine Inflation, extrem niedrige Zinsen, eine akkommodierende Fiskalpolitik und massive Exporte seiner Ersparnisse. Diese Faktoren haben lange Zeit die zunehmende Fragilität der öffentlichen Finanzen verdeckt. Heute, mit der Rückkehr der Inflation, steigenden Zinsen und ersten Anzeichen von Misstrauen am Markt, tritt das Land in eine Phase der Unsicherheit ein, wie es sie seit 30 Jahren nicht mehr gegeben hat. Die Geschichte lehrt uns, dass lange Phasen niedriger Zinsen oft nur die Ruhe vor dem Sturm sind.

    Analyse Japan Bank von Japan (BOF)

    0 Kommentare zu
    «Was passiert auf dem japanischen Anleihemarkt?»



    Info: https://forumgeopolitica.com/de/artikel/was-passiert-auf-dem-japanischen-anleihemarkt


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 20 von 1087

    < 1 2 3 4 .. 10 .. 17 18 19 20 21 22 23 .. 30 .. 40 .. 50 .. 100 .. 200 .. 300 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1060 .. 1070 .. 1080 .. 1084 1085 1086 1087 >